Belgien-Killer kam erst gestern aus Gefängnis

Neue Details zur Schießerei mit vier Toten: Der Täter entriss den Polizistinnen die eigene Dienstwaffe und erschoss sie damit. Er war auf Freigang...
In Lüttich, Belgien, ist es gegen 10.30 Uhr zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen: Ein Mann erschoss vor einem Café zwei Polizistinnen und einen jungen Autofahrer, wie das staatliche Fernsehen RTBF berichtet.

Dann ergriff er die Flucht und verschanzte sich in einer nahe gelegenen Schule, wo er eine Putzfrau als Geisel nahm. Beim anschließenden Schusswechsel mit Mitgliedern einer Spezialeinheit wurde der Killer "neutralisiert".

Wie die Staatsanwaltschaft jetzt an einer Pressekonferenz mitteilte, habe der Mann die Polizistinnen von hinten mit einem Messer angegriffen. Dann habe er sich eine Dienstwaffe gegriffen und die beiden Frauen damit erschossen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch ein zufällig vorbei kommender, 22-jähriger Autofahrer sei mit einer Polizeiwaffe erschossen worden. Beim anschließenden Schusswechsel seien "mehrere" Polizisten verletzt worden, so Staatsanwalt Philippe Dulieu weiter.

Staatsanwalt geht von Terror aus

Mittlerweile wird von einem terroristischem Hintergrund ausgegangen. Die Generalstaatsanwaltschaft, die auf Terror spezialisiert ist, hat die Ermittlungen übernommen. Der neutralisierte Angreifer soll sich auf Freigang befunden haben, er verließ erst am Montag das Gefängnis.



Die Schüler des Gymnasiums, wo es zur Geiselnahme gekommen war, seien in Sicherheit, so der TV-Sender RTBF. Sie werden psychologisch betreut. Die Schule bleibt bis und mit Mittwoch geschlossen.

Ein Anrainer filmte den Einsatz der Spezialeinheit und stellte das Video auf Facebook:



Auch andere Lütticher twitterten vom Schusswechsel:



(red)

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