Nach fünf Wochen stricktem Lockdown haben die Bewohner in den Slums von Pretoria kaum mehr zu Essen. Bei der Verteilaktion einer NGO bildete sich eine vier Kilometer lange Menschenschlange.
Die Menschenschlange scheint nicht mehr aufzuhören: Vier Kilometer lang ist sie, geduldig warten die Bewohner der Armenviertel in der Stadt Pretoria, bis sie an der Reihe sind. Die NGO "Operation SA" verteilt Essenspakete aus einem Lastwagen, gespendet von verschiedenen privaten Organisationen.
Der Verzweiflung ist groß, denn der Lockdown traf die Menschen in den Armenvierteln besonders hart. Schon vor der Corona-Epidemie lebten sie von der Hand ins Maul. Nur dank der täglichen Arbeit kam überhaupt Essen auf den Tisch. Nun mussten sie fünf Wochen lang mehr oder weniger zu Hause bleiben.
In diesen Slums trifft es die Armen unter den Armen: Die große Mehrheit von ihnen sind Migranten aus noch ärmeren Ländern. Als Ausländer erhalten sie alle keine Unterstützung der Regierung.
Kein Wunder ist der Ansturm riesig: Insgesamt 8.000 Pakete wurden an rund 12.000 Familien verteilt, gibt die NGO auf Twitter bekannt.
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