Kim-Mord: Attentäterin bekam 85 Euro für "TV-Streich"

Bild: Reuters

Die Mörderinnen von Kim Jong-nam, Halbbruder von Nordkoreas Diktator Kim Jong-un, dachten, sie spielen jemanden für eine TV-Show einen Streich - dafür gab es umgerechnet 85 Euro Gage.

Die festgenommene Tatverdächtige aus Indonesien habe das Geld dafür erhalten, um dabei zu helfen, den mutmaßlichen Mord an Kim Jong-nam zu verüben, sagte der stellvertretende indonesische Malaysia-Botschafter Andriano Erwin unter Berufung auf Ermittler. Siti A sei davon ausgegangen, bei der giftigen Substanz handle es sich um harmloses Baby-Öl. Erwin hatte die 25-Jährige am Samstag in Malaysia getroffen, wo sie in U-Haft sitzt.

Er wiederholte auch die Behauptung der Verdächtigen, sie habe geglaubt, in einem Fernsehstreich mitzuspielen. Bilder einer Überwachungskamera zeigen, dass eine der beiden mutmaßlichen Täterinnen einen Pulli mit der Aufschrift "Lol", die englische Abkürzung für "laut lachen".

Zweite Verdächtige

Nach Angaben der Polizei hat die Indonesierin Kim Jong-nam am Montag vergangener Woche mitten am Tag am Flughafen von Kuala Lumpur das Nervengift VX ins Gesicht gerieben. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Neben der 25-Jährigen ist auch eine weitere Frau, eine 28-jährige Vietnamesin, festgenommen worden. Auch die mutmaßliche zweite Täterin hat laut Polizei geglaubt, in einem Fernseh-Sketch mitzuspielen. Laut Medienberichten soll sie in ihrer Heimat an der Casting Show "Vietnam Idol" teilgenommen haben und für Eskort-Agenturen tätig gewesen sein.

 

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