Mutter fährt Baby mit Finger in Auge – blind!

In Ried wird einem jungen Elternpaar der Prozess gemacht.
In Ried wird einem jungen Elternpaar der Prozess gemacht.Bild: Daniel Scharinger
Unfassbar! Eine Mutter (20) soll ihr Baby wochenlang gequält haben. Nun wurde die Frau und auch der Vater (25) zu Haftstrafen verurteilt.

Wochenlang soll ein Elternpaar aus Braunau am Inn ihr Baby gequält haben. Laut Anklage habe die 20-jährige Mutter ihren Sohn im Mai und Juni des vergangenen Jahres immer wieder gepackt und geschüttelt. Zudem soll sie ihn auch geschlagen und ihn immer wieder fest zu Boden gedrückt haben. Die Folge: Mehrere Knochenbrüche.

Doch es kam noch schlimmer: Die Mutter soll ihrem Kind mit dem Finger ins Auge gefahren sein, so die Anklageschrift. Seitdem ist der inzwischen 18 Monate alte Bub auf einem Auge blind.

Der 25-jährige Vater soll zwar alles mitbekommen, aber nichts gegen das Martyrium unternommen haben. Als die Misshandlungen aufflogen, legten beide ein Geständnis ab, das sie später aber wieder zurückzogen.

Motiv: Überforderung

Die Anklage lautet auf absichtliche schwere Körperverletzung und Quälen oder Vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen. Vor Gericht gab die junge Mutter übrigens die Taten dann wieder zu.

Die Urteile: 21 Monate teilbedingt, davon 14 bedingt für die Frau und acht Monate bedingt für den Mann. Beide Urteile sind bereits rechtskräftig.

Zudem müssen beide Bewährungshilfe in Anspruch nehmen.

Als Motiv ihrer Tat gab die Mutter an, dass das Baby die ihm gegebene Milch immer ausgespuckt habe. Sie sei mit der Situation nicht zurechtgekommen und habe nicht gewusst was sie tun soll.

Die Frau hat inzwischen wieder ein Kind zur Welt gebracht. Es wurde ihr sofort abgenommen. Auch der misshandelte Bub lebt nicht mehr bei dem Paar.

(cru)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Braunau am InnGood NewsOberösterreichGericht

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen