Diese Eltern sagen ihren Kindern, wann sie Sex haben

Ein US-amerikanisches Paar entscheidet sich daheim für einen sehr offenen Umgang mit dem Thema Geschlechtsverkehr. Die Eltern teilen den Kindern mit, wann sie Sex haben (werden).
Ein US-amerikanisches Paar entscheidet sich daheim für einen sehr offenen Umgang mit dem Thema Geschlechtsverkehr. Die Eltern teilen den Kindern mit, wann sie Sex haben (werden).Screenshot Facebook/@Jamie Beth Cohen
Wegen der Pandemie herrschte bei einem Ehepaar aus den USA eine Flaute im Bett. Deswegen beschlossen sie, ihren Kindern zu sagen, wann sie Sex haben.

Auf der ganzen Welt haben Paare im Lockdown Schwierigkeiten damit, ihre Ruhe für das Liebesspiel zu finden. So erging es auch einem Ehepaar aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania. Als Übernachtungen, Fußballtraining, Klavierunterricht und andere Spieltermine ihrer Kinder ausfielen, beschlossen Jamie Beth Cohen und ihr Ehemann, sich nicht länger in Schweigen zu hüllen. Deswegen legten sie ein zeitliches Fenster für sexuelle Aktivitäten fest, über das sie offen mit ihren beiden Kindern (8 und 11) sprechen.

"Kinder, heute haben Mama und Papa Sex!"

Gegenüber der Huffington Post erzählte Cohen, wie sie ihren zwei Kindern über das anstehende Schäferstündchen mit ihrem Mann informiert: "Wenn ich die Tür schließe und den Ventilator im Flur einschalte, lasst ihr uns bitte in Ruhe. Wir haben Sex," so die Journalistin und Autorin. Das schließt nicht nur den Geschlechtsverkehr ein, sondern auch den gemeinsamen TV-Konsum hinterher. "Tut nichts, was ich nicht tun würde", soll die elf Jahre alte Tochter den Eltern lachend mit auf den Weg gegeben haben.

Offener Umgang mit Tabuthemen

"Ich wollte nicht, dass die Kinder denken, für Sex müsste man sich wegschleichen", erklärte die zweifache Mutter im RTL-Interview. Sie hätten bei ihren Kindern immer schon eine liberale Erziehungsweise angewandt und Themen der Intimität bewusst angesprochen. Wie sie gegenüber RTLweiter erzählte, hätten sich ihr Mann und sie davor unwohl gefühlt, Sex vor den Kindern zu verheimlichen. "Es gibt einen Unterschied zwischen Diskretion und Privatssphäre und Lügen und Verheimlichen," meint die Britin.

Dabei sei es ihr jedoch besonders wichtig gewesen, kindgerecht zu kommunizieren und eventuelle Grenzen einzuhalten. Deswegen gibt es noch eine weitere Regel im Haushalt der Cohens: So beantworten sie nur Fragen, die ihnen die Kinder selbst stellen. Denn Aufklärung sollte von den Kindern ausgehen, ist sich die Mutter sicher, und zugleich wollten sie ein Vorbild für positive Beziehungen sein. 

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