Love

"Kinder oder Trennung" – Ehemann zieht vor Gericht

Ein Mann empfand die Forderung seiner Frau – entweder Kind oder weiterhin getrennte Wohnungen – als Nötigung. Ein Gericht klärte den Fall.
20 Minuten
16.08.2022, 21:27
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein Ehepaar lebte schon knapp ein Jahr getrennt voneinander, als die Frau ihren Mann vor die Wahl stellte: Entweder er mache ihr ein Kind oder sie würde nicht mehr mit ihm zusammenleben wollen. Dies empfand der Mann als unrechtmäßig und erstattete im März 2020 Anzeige wegen Nötigung, berichtet der "Blick".

Druck machen ist noch nicht strafbar

Über ein Jahr später, im Mai 2021, stellte die zuständige Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Grund: Es liege keine strafbare Handlung vor. Das ließ der Mann nicht auf sich sitzen und zog weiter ans Zürcher Obergericht. Aber auch dieses kam zum Schluss, dass es nicht verboten sei, seinen Partner vor die Wahl – entweder Kind oder Trennung – zu stellen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Zustand der Person unerheblich

Weiter führte das Obergericht aus, dass es dabei auch keine Rolle spiele, ob Mann oder Frau aufgrund der mental aufgeladenen Situation psychisch oder physisch nicht in der Lage sind, ein Kind zu zeugen.

Ob das Paar gemeinsam eine Lösung gefunden hat oder weiterhin getrennt ist, ist nicht bekannt. Den Mann kosten seine Anstrengungen, gerichtlich Recht zu bekommen, Verfahrensgebühren von rund 830 Euro.

Mehr zum Thema
Weitere Storys