Kinder-Sexpuppe gekauft: Haft für Ex-Schulbeirat

Der 72-jährige Brite hatte jahrelang ehrenamtlich in der örtlichen Schule und Kirche gearbeitet: Dabei träumte er die ganze Zeit von Sex mit Minderjährigen.

In Großbritannien ist am Freitag ein Aufsehen erregender Fall vor Gericht zu Ende gegangen. Der 72-Jährige, der früher als Schulbeirat und frommer Kirchendiener ehrenamtliche Funktionen in der Gemeinde übernommen hatte, wurde wegen "Bestellung eines obszönen Gegenstandes" zu einer Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt. Es ist das erste Urteil nach diesem Tatbestand in Großbritannien.

Aufgeflogen waren die perversen Fantasien von David T. aus der englischen Hafenstadt Ramsgate im November vergangenen Jahres, als die Zollbehörde ein Paket mit einer "Schaufensterpuppe" am Stansted Airport abfing. Darin befand sich eine rund einen Meter große und lebensecht wirkende Kinder-Sexpuppe – inklusive Netz-Bodystocking.

Eine solche im Internet zu kaufen, ist leicht, wie aufmerksame User aufdeckten. Sogar der Online-Versandriese "Amazon" hat welche im Sortiment ...

Bei einer Hausdurchsuchung durch die National Crime Agency wurden auf dem Computer des 72-Jährigen eine weitere anatomisch korrekte Kinder-Sexpuppe gefunden, sowie zahlreiche selbstverfasste Geschichten rund um pädophile Fantasien. Auf seinem PC entdeckten die Ermittler eine riesige Pornosammlung bestehend aus 34.000 Bildern, größtenteils von Minderjährigen.

Richter: "Angewidert"

"Für normale Menschen ist es wohl kaum möglich, nicht davon angewidert zu sein, dass Sie solche Dinge sexuell erregend finden können", fügte Richter Simon James bei der Urteilsverkündung hinzu. "Besonders, weil Sie sich zur selben Zeit durch ihre Positionen als Schulbeirat und Kirchendiener freiwillig mit Kindern eines ähnlichen Alters umgeben haben."

(rcp)

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