Jung und Alt tummelten sich am Mittwoch in der Wiener Innenstadt. Anstatt Autolärm und Verkehr beherrschte Kinderlachen die Nebenfahrbahn des Rings auf Höhe der Börse. Der Anlass? Gemeinsam mit dem Verein "Juvivo" lud die Stadt Wien zum Spielstraßenfest. Dieses zelebriert das vorläufige Ende des Spielstraßen-Projekts – wir berichteten.
Der Andrang war groß – oft kommt es schließlich nicht vor, dass man mit Straßenkreide dort malt, wo man sonst auf PKW Acht geben muss. Das Projekt "Spielerisch durch Wien" ermöglicht Kindern und Jugendlichen eine kreative und spielerische Aneignung von verkehrsfreien Straßen. Zum Spielangebot zählen unter anderem Schwungtücher, Jongliermaterial, Straßenkreiden und Riesenseifenblasen. Gefördert wird das Projekt von der Stadt Wien mit 70.000 Euro. Es knüpft seit vielen Jahren umgesetzte Konzept der "wiener spiel!straße" an.
Auch Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) und Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) statteten den spielenden Kids einen Besuch ab. Wiederkehr versuchte sich – mit Erfolg – auch selbst am "Diabolo". "Mit 'Spielerisch durch Wien' ermöglichen wir jungen Wienern – und vor allem Familien – eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung im urbanen Raum", so der Stadtrat. "Dort wo sonst Autos fahren, wird nun gespielt und erkundet. Wien als kinder- und jugendfreundlichste Stadt zu etablieren, bedeutet für mich, Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Freizeit im öffentlichen Raum gemeinsam und sicher verbringen zu können."
"Mein Ziel ist es, die Innere Stadt als kinder- und familienfreundlichen Bezirk zu etablieren", ergänzt Bezirkschef Figl. "Der öffentliche Raum soll für alle Generationen da sein und mit der Spielstraße wird hierzu ein Zeichen gesetzt." Man wolle Menschen aktiv dazu anregen, sich eine etwas andere Stadt vorzustellen, erklärt Katharina Röggla vom Verein "Juvivo". "Jede Spielstraße ist ein kleines, utopisches Experiment."