40 Tage suchte das kolumbianische Militär 320 Quadratkilometer Dschungel ab, um vier Kinder zu finden: Lesly (13), Soleiny (neun), Tien Noriel (vier) und Cristin (eins) hatten den Absturz eines Kleinflugzeugs überlebt. Ihre Mutter, der Pilot und ein weiterer Passagier waren dabei gestorben; von den Kindern fehlte an der Unglücksstelle jede Spur.
Das Militär warf auf gut Glück 10.000 Flugblätter mit Überlebenstipps sowie Lebensmittel ab, machte mit Helis Lautsprecherdurchsagen – bis ein Spürhund die Kinder fand.
Die Kleinen befinden sich nun stark geschwächt im Spital, haben blaue Flecken und Insektenstiche, berichten ihr Vater und Verwandte. Überlebt haben die indigenen Geschwister, weil sich die beiden älteren Kinder im Dschungel auskannten: Sie spielten immer ein "Überlebensspiel", bei dem sie kleine Lager bauten.
Ihre Oma hatte ihnen gezeigt, welche Früchte essbar und welche giftig sind. Und die 13-Jährige wusste, wie man sich um ein Baby kümmert: Sie hatte es gelernt, weil die Mutter berufstätig war.