Wiener Kinder wollen weniger Autos, mehr Grün

Die Redaktion der "Leopost", der Schulzeitung der Volksschule Leopoldgasse, überreichten Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky die Ergebnisse des "Werkstadt Junges Wien"-Workshops. (c) PID/Martin Votava
Die Redaktion der "Leopost", der Schulzeitung der Volksschule Leopoldgasse, überreichten Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky die Ergebnisse des "Werkstadt Junges Wien"-Workshops. (c) PID/Martin VotavaBild: zVg
Seit Ende Jänner sind die Wiener Kinder und Jugendlichen aufgerufen, ihre Wünsche zu äußern. Tausende haben schon mitgemacht, ihre Ideen fließen in neue Projekte ein.
Die Befragungsphase der "Werkstadt Junges Wien" befindet sich in der Zielgeraden. Noch bis Ende April können Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 19 Jahren im Rahmen der Mitmach-Aktion ihre Wünsche und Anliegen thematisieren.

Tausende Kinder und Jugendliche haben bereits mitgemacht, über 400 Workshops haben in ganz Wien schon stattgefunden.

Auch die Kinder der Volksschule Leopoldschule (Leopoldstadt) haben sich mit ihren Freizeitpädagogen in mehreren Workshops darüber Gedanken gemacht, was sie an Wien gut, was sie weniger gut finden und welche Verbesserungsvorschläge sie für Wien haben.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Mehr Grün und Mistkübel, aber weniger Autos

Bei einem Besuch von Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) haben einige Kinder der Leopoldschule ihre Ergebnisse präsentiert. Im Mittelpunkt standen Umwelt- und Verkehrsthemen. Mehr Grünraum, weniger Umweltverschmutzung, mehr Mistkübel, weniger Autos und dass mehr Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, waren wichtige Wünsche von Valentin, Peter, Rosa und Co. Viele Gedanken haben sich die Schülerinnen und Schüler der inklusiven Volksschule auch über den respektvollen Umgang miteinander gemacht.

"Es hat mich sehr beeindruckt, wie gut die Kinder informiert sind. Sie wissen genau, was sie gut und was sie nicht so gut finden, und wie man Dinge besser machen kann. Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten für ihre Anliegen und Interessen", zeigte sich Czernohorszky begeistert.

So geht es mit der "Werkstadt Junges Wien" weiter

Die Ergebnisse der "Werkstadt Junges Wien" bilden die Grundlage für die Wiener Kinder- und Jugendstrategie. Nach der Befragungsphase werden die Ergebnisse der Workshops mit sozialwissenschaftlicher Unterstützung ausgewertet.

Noch vor dem Sommer sollen die wichtigsten Themen und Ziele für die Strategie, die aus den Ergebnissen herausgefiltert werden, präsentiert und den Kindern und Jugendlichen rückgemeldet werden. Ein Kinder- und Jugendbeirat wird darin eingebunden sein.

Kinder und Jugendliche sollen in alle Schritte eingebunden sein

Bis zum Herbst wird dann von der Stadt die Kinder- und Jugendstrategie ausgearbeitet. Und bevor die fertige Kinder- und Jugendstrategie Anfang des kommenden Jahres im Gemeinderat beschlossen wird, wird im Herbst eine "Konferenz der Kinder und Jugendlichen" über das Ergebnis beraten.

"Von der Befragung bis zur Umsetzung der Kinder- und Jugendstrategie: bei jedem Schritt werden Kinder Jugendliche eingebunden. Die Werkstadt Junges Wien ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern gelebte junge Demokratie", betonte Czernohorszky.

(lok)

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