Österreich

Kinderfest wegen Terrordrohung abgesagt

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:06

Ein anonymes Schriftstück an die Direktorin der Grillparzerschule St. Pölten löste einen Groß-Alarm aus. Denn der Verfasser drohte mit Sprengstoff-Explosionen beim Kinderbuchfestival.

"Es werden Bomben explodieren. Kinder werden verletzt und getötet", stand in Schönschrift in einem Brief an die Leiterin der Grillparzerschule. Motiv wurde keines genannt. Da aber wörtlich das KIJUBU (Kinder- und Jugendbuchfestival) und der Zeitraum 10. bis 13. März genannt wurde (das Fest wäre von 10. bis 15. März), alarmierte die Direktorin Montagnachmittag die Polizei.

Exekutive und Veranstalter entschieden, das Event abzusagen. In der Nacht auf Dienstag durchsuchten dann Dutzende Polizisten mit Sprengstoffhunden alle Gebäude, die im Rahmen des Festivals involviert sind, nämlich das Festspielhaus, Landesmuseum, Landesstudio und Bibliothek. Gefunden wurde nichts Verdächtiges, aber bis zu 5.000 Kinder und die teilnehmenden Schulen sind bitter enttäuscht.

Jetzt ermittelt der Verfassungsschutz, die Exekutive geht von einem Streich aus, nimmt die Drohung aber ernst. Über zehn Polizisten wurden daher am Dienstag rund um die bedrohten Häuser postiert. Brigitte Schlögl, Museums-Chefin sagt: "Wir haben unsere Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Wir werden nächstes Jahr das Fest auf jeden Fall wieder planen."

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