Von 4.000 Pädagogen in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen sind 95 Prozent Frauen. Bei den privaten Kindergärten liegt der Anteil von Männern bei etwa 10 Prozent, berichtet wien.orf.at. Seit Jahren gibt es zu wenig Betreuer und Betreuerinnen. Nun sollen die Aufnahmekriterien geändert – und mehr Männer für den Job begeistert werden.
Malen, Musik und Sport sollen laut einem Entwurf des Bildungsministeriums bei der Aufnahmeprüfung bald wegfallen. Viele halten das für veraltet. Es komme auf das Soziale und auf die Kommunikation mit den Kindern an, so Gudrun Kern, Geschäftsführerin von "Kinder in Wien" im Orf.
Berufseinsteiger verdienen in den städtischen Kindergärten am Anfang rund 2.800 Euro brutto. In den privaten Kindergärten soll es etwas weniger sein. Dennoch gibt es beim Personal eine hohe Fluktuation. Die Stadt Wien will heuer rund eine Milliarde Euro investieren. Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) kündigte bereits eine Verdoppelung der Assistenzstunden in den Kindergärten an, um die Pädagoginnen und Pädagogen dort zu entlasten.