Das Bangen für Eltern, deren Kinder derzeit noch einen "Alt-Wien"-Kindergarten besuchen, geht weiter: Eine Gesamtübernahme und damit Rettung durch den großen französisch-deutschen Kiga-Betreiber Babilou ist gescheitert.
Das Bangen für Eltern, deren Kinder derzeit noch einen "Alt-Wien"-Kindergarten besuchen, geht weiter: Eine Gesamtübernahme und damit Rettung durch den großen französisch-deutschen Kiga-Betreiber „Babilou“ ist gescheitert.
Laut Masseverwalter Philipp Dobner kommt der Träger, der in Europa rund 400 Kindergärten betreibt, nicht zum Zug, weil die Stadt sich quergestellt und keine Gesprächstermine verteilt hat. Die Chefin der zuständigen MA 10, Daniela Cochlar, weist das "aufs Schärfste" zurück: Es habe mehrere Gespräche gegeben, außerdem liege noch kein Förderansuchen vor.
Gemeinnützige Organisation?
Knackpunkt bei den Verhandlungen dürfte die Gemeinnützigkeit der Organisation gewesen sein. Laut Cochlar hat die MA 10 "Babilou" in mehreren persönlichen Terminen über die Voraussetzungen der Förderung informiert: "Wir müssen natürlich prüfen, dass nicht Steuergeld in einen Konzern fließt, der dann im Ausland Gewinn macht." Daraufhin dürfte das Unternehmen einen Rückzieher gemacht haben. Auf Nachfrage bei "Babilou" verwies ein Sprecher auf die Verschwiegenheitsklausel.
Unsichere Zukunft
Wie es mit den rund 30 Kindergärten weiter geht, ist unklar: Eventuell werden einzelne Standorte verkauft - mit laut Dobner „unabsehbaren Folgen für Betreuungs- und Arbeitsplätze“. Damit hängen auch die circa 300 Pädagoginnen und Helferinnen weiter in der Luft. Solange es keine Einigung gibt, läuft das Insolvenzverfahren weiter.
Das bedeutet auch das (vorläufige) Aus für sechs weitere "Alt-Wien"-Kindergärten in den nächsten Tagen. Betroffen sind die Standorte Strohgasse 9 (Landstraße), Wiedner Hauptstraße 24 (Wieden), Lederergasse 20 (Josefstadt), Keplergasse 12 und Humboldtgasse 29 (beide Favoriten) sowie Simmeringer Hauptstraße 67 (Simmering). Die Kinder werden auf umliegende Standorte aufgeteilt.