Kinderporno-Ring: Polizei forschte 100 Täter aus

Im Zuge eines Kinderporno-Tauschrings konnte die Polizei 100 Verdächtige ausforschen.
Im Zuge eines Kinderporno-Tauschrings konnte die Polizei 100 Verdächtige ausforschen.Bild: iStock
Großer Erfolg für das Landeskriminalamt Oberösterreich: Den Polizisten gelang es, 100 Beteiligte eines Kinderporno-Tauschrings auszuforschen.
Anfang 2018 wurde ein Arzt aus dem Hausruckviertel (OÖ) wegen des Besitzes von Kinderpornos verurteilt. Er soll 13 Jahre lang kinderpornografische Bilder und Videos besessen und weitergegeben haben. Die Polizei durchforstete nun in rund zweijähriger Ermittlungsarbeit die mehr als 700 Kontakte zu dem Verurteilten.

Mit Erfolg! Denn die Beamten konnten 100 seiner Partner ausforschen. Sie sollen die widerlichen Bilder mit dem Arzt getauscht haben.

Die Verdächtigen sind über den gesamten Globus verstreut und werden nun in ihren Heimatländern strafrechtlich verfolgt, teilte die Polizei am Montag in einer Aussendung mit.

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Die Ermittlungen gegen den Mediziner waren 2017 aufgenommen worden. Die 100 weiteren Beteiligten kommen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Polen, Belgien, China, Kroatien, Luxemburg, Großbritannien, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Spanien, Tschechien, Ungarn, Südafrika, Argentinien, Mexiko und den USA. Sie alle sollen mit dem Oberösterreicher Bilder getauscht haben.

In einem Fall, bei einem österreichischen Tauschpartner, handelte es sich um einen Wiederholungstäter, der inzwischen vom Landesgericht Wien zu einer rechtskräftigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist.

Täter waren online vernetzt



In Deutschland wurden laut ersten Erkenntnissen auch schon einige Beschuldigte angeklagt.

Laut Polizei kennen sich die Beschuldigten in der Regel nicht persönlich. Sie seien nur online vernetzt. In der Regel fließe kein Geld. Es werden nur Fotos und Videos getauscht.



(mip)

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