Kinderspielzeug fast so laut wie Presslufthammer

Kinderspielzeug ist oft viel zu laut. Das hat ein Test der Arbeiterkammer OÖ ergeben. Eine getestete Gitarre war fast so laut wie ein Presslufthammer.

Viele Kinderspielsachen sind viel zu laut. Das ergab ein Test der Arbeiterkammer Oberösterreich. "Für Eltern sind die Geräusche auf Dauer nervig und für die Kinder selbst entpuppen sich lärmende Spielsachen als gefährliche Krachmacher", so das Fazit des Tests.

Von den überprüften 14 Spielsachen wurden bei 6 Stück bei einem Abstand von einem halben Meter über 80 Dezibel gemessen.

"Die Rockstar Gitarre wies den Höchstwert von 90 Dezibel auf! Zum Vergleich: Ein Presslufthammer in 1 Meter Entfernung hat etwa 100 Dezibel", so die Konsumentenschützer.

Für Kinderspielzeug sind die Sicherheitsnormen sehr differenziert und abhängig von der Art des Spielzeugs und der Dauer der Schallemission.

> Bei ohrnahem Spielzeug, das nach jeder Aktivierung länger als 30 Sekunden Schall emittiert, darf der Grenzwert von 60 Dezibel nicht überschritten werden.

> Bei Tisch- oder Bodenspielzeug, das typischerweise zwischen 5 und 30 Sekunden Schall emittiert, liegt der Grenzwert bei 85 Dezibel.

> Und bei handgehaltenem Spielzeug, mit weniger als 5 Sekunden Schallemission, sind 90 Dezibel das Maximum.

"Alle getesteten Produkte haben Messwerte über 60 Dezibel. Diese Lautstärken werden von den AK-Konsumentenschützern kritisch gesehen", so die AK.

Denn: "Was von Erwachsenen, die meist einen größeren Abstand zur Lärmquelle haben, als störend wahrgenommen wird, stellt für Kinder grundsätzlich eine Belastung dar und es besteht die Gefahr, ihr Gehör dauerhaft zu schädigen."

(rep)

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