Kinospots sollen Verkehrssicherheit in Wien fördern

Rücksicht und Respekt sind unerlässlich für ein gutes Miteinander im Straßenverkehr. Die Stadt Wien setzt ihre Kampagne zur Förderung der Fairness und des rücksichtsvollen Umgangs im urbanen Verkehr mit einem weiteren Kinospot im Filmtrailer-Stil fort.

Der Tschuldigen-Kinospot mit dem Titel "Schnell in the city" zeigt, wie leicht ein Missverständnis entstehen kann und wie sich ein möglicher Konflikt mit ein wenig Rücksicht und Entgegenkommen vermeiden lässt.

Eine junge Frau nimmt selbstbewusst ihren Weg durch die Stadt. Zielstrebig möchte sie bei einem Zebrastreifen die Fahrbahn queren. Nicht ganz einfach, wenn es manch anderen VerkehrsteilnehmerInnen an Rücksicht und Aufmerksamkeit mangelt. Und noch um einiges schwieriger für Menschen mit einer Sehschwäche.

Hier setzt der neue Spot der Sensibilisierungskampagne "Tschuldigen" an. Der öffentliche Straßenraum steht allen Menschen zur Verfügung und muss für alle nutzbar sein. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer mögen sich unterscheiden, aber die Sicherheit muss für alle gleichermaßen gewährleistet sein. Dazu gehören unbedingt ein vorausschauendes Verhalten und ein respektvoller Umgang miteinander im Straßenverkehr.

Spots zur Konfliktlösung im Straßenverkehr

"Die Sicherheit im Straßenverkehr hängt ganz wesentlich davon ab, wie wir miteinander umgehen, wie wir auf einander achtgeben, wie wir Rücksicht aufeinander nehmen. Gerade Menschen, die nicht gut sehen oder hören können, sind darauf angewiesen, dass alle anderen VerkehrsteilnehmerInnen besondere Rücksicht nehmen. Darauf macht der neue Kinospot aufmerksam", so Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou.

"In einer aktuellen Studie haben wir erhoben, dass fast zwei Drittel der befragten Verkehrsteilnehmer eine Zunahme von Spannungen und Konflikten im Straßenverkehr erleben. Rücksichtnahme und Fairness kann Menschenleben retten und schwere Unfälle verhindern, deshalb veranstaltet das KFV im Jahr 2015 spezielle Aktionen gerade an typischen Konfliktpunkten in ganz Österreich, um die Bevölkerung zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu motivieren", so Dr. Othmar Thann, Direktor KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

Irene Vogel, Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, begrüßt die Initiative der Stadt Wien: "Für die Mobilität visuell beeinträchtigter Menschen ist Sicherheit im öffentlichen Raum besonders wichtig. Wir wünschen uns daher ganz besonders für sie mehr Rücksichtnahme und Fairness von allen Verkehrsteilnehmern."

"Tschuldigen"

Die Sensibilisierungskampagne "Tschuldigen" wurde im Jahr 2012 begonnen und ist eine Initiative der Stadt Wien und verschiedener Partnerorganisationen wie dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, ARBÖ, ÖAMTC, VCÖ, IG Fahrrad, Wirtschaftskammer, Mobilitätsagentur, Österreichischer Rollsportverband, Blinden- und Sehbehindertenorganisationen der Ostregion, Wiener Linien und Magistratsabteilungen. Die Kampagne möchte den fairen und respektvollen Umgang aller VerkehrsteilnehmerInnen miteinander fördern. Dazu werden bei regelmäßigen Treffen relevante AkteurInnen und Organisationen an einen Tisch gebracht um neue Inhalte zu entwickeln und Aktivitäten aufeinander abzustimmen.

 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen