"Kirby Fighters 2" im Test: Das "Smash" in Rosa

Das gibt es selten: Nintendo veröffentlicht ohne Trara oder Ankündigungen ein neues Game für die Switch. "Heute" hat "Kirby Fighters 2" getestet.

Die Nintendo Switch hat einen neuen Prügler, und das ganz ohne Vorbereitungszeit. "Kirby Fighters 2" ist ein etwas überraschender Teil der hierzulande möglicherweise nicht so bekannten "Kirby"-Kampfspiel-Reihe. Die nahm in Europa nie wirklich Fahrt auf, auch wegen der etwas verwirrenden Game-Politik. 2014 erschien "Kirby Fighters Deluxe" für den Nintendo 3DS nur im eShop, "Kirby: Triple Deluxe" kam allerdings als Platformer ebenfalls 2014 auf den Markt und bot mit "Kirby Fighters" einen eigenen Kampf-Modus.

Dir dreht sich der Kopf? Egal, überspringen wir sechs Jahre und machen einfach mit "Kirby Fighters 2" weiter! Das dreht sich um eine von Nintendos wohl süßesten Spielfiguren, den kugelrunden rosa Nimmersatt. In "Super Smash Bros."-Manier tritt Kirby dabei in vielen verschiedenen Formen und Farben entweder gegen computergesteuerte oder menschliche Gegner online wie offline an. Das Ziel: Battle-Royale-artig im 2D-Kampfspiel als Einziger noch zu stehen.

Spielen, spielen, noch mehr spielen

Anfangs verfügt der Spieler über recht wenige Kirby- und Freundes-Figuren, mit denen er sich dem Kampf stellen kann – der übrigens nur beendet werden kann, wenn der Gegner oder man selbst seine Lebensenergie einbüßt. Schon nach wenigen Kämpfen schalten sich aber immer neue Charaktere und Kostüme für die Figuren frei. Mit steigenden Levels und Erfahrung kommen zudem laufend neue Kampfarenen und Waffen wie Schwert, Peitsche und Stab hinzu. Das Ziel des Titels ist eindeutig: Spielen, spielen, noch mehr spielen.

Gekämpft werden kann entweder als Einzelspieler gegen CPU-Gegner, oder im Online-Modus mit bis zu vier Spielern, wahlweise auch auf einer Switch. Dabei kann außerdem bestimmt werden, ob man 2-gegen-2 oder alle gegeneinander antritt. Bei Offline-Teams übernimmt die KI den Teampartner der Spielers. Die verschiedenen Kirbys steuern sich übrigens nicht nur unterschiedlich je nach Ausrüstung, sondern besitzen auch allesamt verschiedene Attacken, die insgesamt aber sehr übersichtlich bleiben.

Saugen, schlagen, schleudern

So können manche Kirbys typischerweise Feinde auch einsaugen und festhalten sowie wegschleudern, andere die Gegner mit Dauerschlägen oder Faustsalven eindecken. Spielt man in Teams, kann man sich auch einen kleinen Vorteil erarbeiten: Zwei jeweils in den Arenen von den Teammitgliedern eingesammelte Herz-Hälften lösen einen sehr kräftigen Spezialangriff aus. Items sind aber generell im Gewusel schwer zu erkennen: Auch Bomben, Sprengstoff und Speisen zur Heilung gibt es in den Arenen zwar, sie gehen aber in der Prügelei gerne unter.

Übrigens die Figuren auch, die rundlichen Kirbys kann man bei Massenkämpfen schnell aus den Augen verlieren. Ist der Kampf gewonnen, geht es ans Aufleveln. Die eigenen Skill-Werte können mit nach den Kämpfen wählbaren Items je nach Geschmack verändert werden. Nett: In einem Einzelspielermodus lässt sich für Solospieler die Schwierigkeit festlegen, dann muss innerhalb einer Frist eine gewisse Anzahl an Gegnern besiegt werden. Dieser Modus gilt gleichzeitig auch als Training für die Online-Kämpfe.

Sehr simple Steuerung

Der Story-Modus bietet leider nicht allzu viel Handlung an. Es geht darum, mit Kirby bekannte Bosse, die auch das einzige Highlight des Modus darstellen, aber auch einfache Feinde im so genannten Partnerkampf-Turm zu besiegen und an dessen Spitze zu gelangen, indem man Kampf um Kampf gewinnt. Das kann man entweder mit einem menschlichen Mitkämpfer, aber auch mit einem computergesteuerten Begleiter im Team machen. Items zwischen den Kämpfen halten Angriffskraft, Spezialangriffe und Gesundheit hoch, die sich nicht vollständig zwischen den Runden regenerieren.

Bei der Steuerung kommen auch Anfänger auf ihre Kosten: Die vier Tasten sind mit Angriff, Sprung, Saugen und Blocken belegt, die Figur wird über den Stick oder die Steuerungstasten bewegt. Gerade am Anfang verleitet das Spiel aber extrem zu Button-Mashing, was später mit sehr schweren Gegnern ohne gelernte Kampfstrategie bestraft wird. Bei Musik und Grafik bleibt man bisherigen "Kirby"-Titeln treu, sie sind niedlich gemacht, zeigen aber keine Hingucker und geraten oft sehr unübersichtlich. Gerade was die Abwechslung bei Modi und Figuren betrifft, kann das Game einem "Super Smash Bros. Ultimate" nicht das Wasser reichen. Als netter Prügler für Zwischendurch ohne Kampf-Vorwissen ist "Kirby Fighters 2" aber gut geeignet.

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