Österreich

Kitesurfer vom eigenen Schirm zu Tode geschleift

Badegäste schlugen Alarm: Bei einem fatalen Sportunfall in Breitenbrunn am Neusiedler See kam am Wochenende ein Niederösterreicher ums Leben.

Heute Redaktion
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Ein Kite-Surfer pflügt durch das Wasser. Symbolfoto.
Ein Kite-Surfer pflügt durch das Wasser. Symbolfoto.
Bild: iStock (Symbol)

Am Sonntagvormittag (6. Mai) wollte ein 37-Jähriger aus dem Bezirk Bruck an der Leitha mit einem Kite über den Neusiedler See surfen. Zusammen mit einem Angestellten der Kite-Schule in Breitenbrunn Startvorbereitungen durch – es war das letzte Mal, dass er lebendig gesehen wurde. Denn den Start führte der 37-Jährige alleine durch.

Gegen 10.50 Uhr wurde die Kite-Schule von einem Badegast darauf aufmerksam gemacht, dass ein Kite-Schirm vollkommen unkontrolliert auf dem See rotieren würde. Sofort düste ein Angestellter mit dem Motorboot zum Vorfallsort. Dort machte er eine traurige Entdeckung: Am Ende des sich wild bewegenden Schirmes hing der reglose Niederösterreicher.

Der Mann wurde sofort in das Boot gezogen, aber es konnten keine Vitalzeichen festgestellt werden. Auch die alarmierte Notärztin konnte trotz Reanimation nur noch der Tod feststellen – "heute.at" berichtete.

Sicherung konnte nicht auslösen

Wie die Landespolizeidirektion Burgenland am Montag mitteilt, kann Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Aufgrund der vorgefundenen Spuren kann davon ausgegangen werden, dass sich die Leinen, welche zum Lenken des Schirmes erforderlich sind, um den Fuß gewickelt haben. Dadurch wurde der Schirm unkontrollierbar und der Sicherungsmechanismus zum Trennen der Verbindung zu dem Schirm konnte nicht mehr auslösen.

Der 37-Jährige wurde hinter dem unkontrollierbaren Schirm nachgezogen und ist dadurch ertrunken. In der unmittelbaren Umgebung zu dem Schirm befanden sich weder andere Kite-Surfer noch Segelboote.

(red)