Wintersport

Kitz-Sensationsmann: "Stehe jetzt in Geschichtsbüchern"

Dave Ryding hat am Samstag ein Stück Ski-Geschichte geschrieben. Der Schotte triumphierte im dramatischen Slalom von Kitzbühel. 
Heute Redaktion
22.01.2022, 15:18

Damit feierte der Schotte im Alter von 35 Jahren nicht nur seinen ersten Weltcup-Erfolg, sondern auch den ersten britischen Sieg in der Weltcup-Geschichte. Und das nach einer packenden Aufholjagd, die Ryding noch von Rang sechs zur Halbzeit auf Platz eins katapultierte. Auch, weil die Top-Vier nach dem ersten Durchgang ausschieden oder mit schweren Patzern weit zurückgeworfen wurden. 

Im Ziel waren die Emotionen beim Schotten dann riesengroß. "Ich kann überhaupt nicht denken gerade. Mir tut Alex Vinatzer einfach nur leid", konnte es der Brite im Ziel immernoch nicht glauben. Der zur Halbzeit führende Südtiroler hatte im zweiten Durchgang einen Steher, rutschte auf Rang 18 zurück. 

"Mein Name steht in den Geschichtsbüchern"

Kitzbühel ist eines der Lieblingsrennen des mittlerweile 35-Jährigen. Auf dem Ganslernhang war der Schotte bereits 2017 als Zweiter aufs Stockerl gefahren. "Ich hab einfach immer gekämpft, immer dran geglaubt. Das hier ist ein spezieller Ort für mich. Kitzbühel mag mich", lachte Ryding.

"Wenn man 35 ist und immer wieder Fehler macht, dann ist es schwer, daran zu glauben, dass der Tag einmal kommen wird. Das ist nicht einfach. Aber ich denke, dass mein Name nun in den Geschichtsbüchern steht", so Ryding sichtlich bewegt. Denn den Briten freute auch, dass beinahe der komplette Ski-Zirkus mit dem 35-Jährigen feierte. "Ich denke, ich bin der zweitliebste Skifahrer von jedem hier. Jeder kennt meine Geschichte, weiß, wo ich herkomme. Es ist anders als die Geschichten der anderen. Ich bin auf Plastik-Matten gefahren, die nur elf Sekunden lang waren", erzählte der Brite von seinen Anfängen und dem Weg bis zum Weltcup-Sieger. 

Zwei Norweger am Stockerl

Lucas Braathen holte nach dem Sensationssieg von Wengen auch auf dem Ganslernhang als Zweiter ein Stockerl. "Diese Saison ist crazy. Und Kitzbühel war so schwer, aber ich bin richtig glücklich. Das sind meine beiden Lieblingsrennen", lachte Braathen. Und gab gleich das nächste Ziel aus: "Schladming ist auch ein großes Rennen. Wenn ich auch dort schnell Ski fahre, bin ich auch glücklich." 

Henrik Kristoffersen lag nach dem ersten Durchgang noch auf dem 24. Rang, war mit seinem Lauf überhaupt nicht zufrieden. Im zweiten Durchgang folgte dann die sensationelle Aufholjagd von aufs Stockerl. "Das wichtigste ist, dass ich gut Ski fahre. Es geht aber noch mehr", meinte Kristoffersen. 

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