Wirtschaft

Klage: Erster VW-Kunde will vom Händler Geld zurück

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:46

Erstmals seit Auffliegen des Skandals rund um manipulierte Motor- Software hat laut APA ein VW-Käufer in Österreich seinen Händler verklagt. Er fordert die Rücknahme und will Geld retour.

Erstmals seit Auffliegen des rund um manipulierte Motor-Software hat laut APA ein VW-Käufer in Österreich seinen Händler verklagt. Er fordert die Rücknahme und will Geld retour.

Im Namen eines Mandanten zieht der oberösterreichische Anwalt Michael Poduschka gegen ein VW-Autohaus vor Gericht. Begründung, so Poduschka im APA-Gespräch: Manipulationsfreiheit ist wie Verkehrssicherheit "eine stillschweigend vorausgesetzte Eigenschaft". Wurde also getrickst, lässt sich das Geschäft wegen Irrtums anfechten. Stein des Anstoßes ist ein im Mai 2014 für 32.000 Euro gekaufter Touran Diesel mit "Blue Motion".

Diese Technik verspricht geringen Spritverbrauch und Mini-Abgaswerte. Hinzu kommt laut Klage, dass die Manipulation wohl nicht behebbar ist, ohne für den Wert wichtige Features wie Verbrauch und Leistung zu verändern. Konkret will der oberösterreichische Kunde vom Händler (dieser ist ja für den Irrtum verantwortlich) Kaufpreis abzüglich Benutzungsgebühr zurück. Gegenüber der APA fordert Poduschka auch andere Opfer auf zu klagen, da Ansprüche verjähren könnten. Bei Irrtum sind das drei Jahre.

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