Teurer als in Wien

Klagenfurt erhöht die Parkgebühren für Anrainer

Ein 50 Millionen Euro großes Loch im Budget macht der Stadt Klagenfurt das Leben schwer. Weil dringend Geld hermuss, werden die Parkgebühren erhöht.
Dominik Mayer
05.12.2024, 10:55
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Ab 1.1.2025 müssen die Besitzer einer Jahresparkgenehmigung in Klagenfurt tief in die Tasche greifen. Die Parkpauschalgebühr verdoppelt sich von 75 Euro auf 150 Euro pro Jahr. Die Finanzstadträtin Constance Mochar (SPÖ) versteht die Aufregung der Bürger, doch die erste Erhöhung seit 2006 sei notwendig.

"Wir wollen auch die Bevölkerung wirklich dazu motivieren, den öffentlichen Verkehr zu nutzen. Das Zweite ist einfach die budgetäre Situation, dass wir daran festhalten müssen, dass die Landeshauptstadt Einnahmen lukriert", fasst Mochar die Situation zusammen.

Teures Pflaster für Autofahrer

Von der Erhöhung verspricht sich die Stadt Mehreinnahmen in der Höhe von 120.000 Euro. Mit kommendem Jahr zählt Klagenfurt zu den teuersten Städten für Dauerparker in Österreich. Für 24 Monate sind 300 Euro zu zahlen, in Wien sind es im Vergleich 240 Euro. Auch bei der Bearbeitungsgebühr für die Ausstellung einer Parkgenehmigung ist Klagenfurt ein teures Pflaster. Zusätzlich zum Pauschalbetrag werden dafür noch einmal 97,81 Euro verrechnet, fast doppelt so viel wie in Wien.

Mochar zufolge sei der größte Brocken, nämlich 83 Euro, eine Verwaltungsabgabe von Land und Gemeinden, die eben auf der Kärntner Gemeindeverwaltungsabgabenverordnung beruhe. Diese könne man als Stadt nicht beeinflussen. Ein Bestandteil der Bearbeitungsgebühr sei auch eine Bundesabgabe. Zudem falle für Parkkarte plus Hülle auch ein kleiner Kostenersatz an.

Auch E-Autos bleiben nicht verschont

Eine weitere Änderung, die ab dem kommenden Jahr in Kraft tritt, ist das Ende der Parkgebührenbefreiung für Besitzer von Elektro-Autos. Eine Fahrzeugzählung in der Kurzparkzone habe ergeben, dass damit Einnahmen von mehr als 433.000 Euro lukriert werden können, so Finanzstadträtin Mochar.

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