Klagenfurt: SPÖ erobert Bürgermeisteramt

Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) wird neue Klagenfurter Bürgermeisterin. Sie gewann die Stichwahl am Sonntag gegen den Amtsinhaber Christian Scheider (FPÖ) mit 53,3 Prozent. Vor sechs Jahren hatte die 58-jährige Umweltmedizinerin noch deutlich gegen Scheider verloren, der diesmal mit 46,7 Prozent den Kürzeren zog.

Mathiaschitz meinte nach dem Wahlsieg, dies sei der Lohn für die Arbeit der vergangenen sechs Jahre. Die Klagenfurter Bevölkerung habe sich für eine Veränderung entschieden. Sie will nun Koalitionsgespräche führen, ihre Präferenz ist eine rot-schwarz-grüne Zusammenarbeit wie auf Landesebene. Scheider führte seine Niederlage auf die "schwierigen Rahmenbedingungen" zurück, zumal diesmal die SPÖ starken Rückenwind verspürt habe, die FPÖ hingegen Gegenwind. Zurücktreten will er nicht, er sei zwar kein Sesselkleber, wolle aber gerne für Klagenfurt weiterarbeiten.

SPÖ-Chef Peter Kaiser, der sich mit einem riesigen Rosenstrauß bei der Wahlsiegerin einstellte, meinte , es habe sich gezeigt, dass "Geschlossenheit und Entschlossenheit Früchte tragen", Mathiaschitz habe einen historischen Sieg errungen.

"Ärmel aufkrempeln"

FPÖ-Obmann Christian Ragger meinte in einer ersten Reaktion gegenüber dem ORF Kärnten, der große Einsatz Scheiders sei leider nicht belohnt worden. Die FPÖ werde als zweitstärkste Partei in Klagenfurt "die Ärmel aufkrempeln", und weiter für die Bürger arbeiten, so Ragger.

 

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