Etappensieg auf dem Weg zurück an die Weltspitze!
Dominic Thiem lässt am Ostermontag in Monte Carlo seine Tennis-Sonderklasse aufblitzen, die Fans in den letzten eineinhalb Jahren nur allzu selten zu Gesicht bekamen. Zwei Tage nach dem Trainerbeben feiert der Lichtenwörther beim ATP Masters in Monte Carlo zum Auftakt einen eindrucksvollen Sieg gegen den französischen Routinier Richard Gasquet.
Österreichs Tennis-Star schlägt den 36-Jährigen in zwei Sätzen 6:1, 6:4.
Zwei Tage nach der Trennung von Langzeitcoach Nicolas Massu darf dessen Nachfolger, der Deutsche Benjamin Ebrahimzadeh, über das erste Erfolgserlebnis jubeln.
Auffällig: Thiem tritt vom ersten bis zum letzten Game druckvoll und überzeugend auf. Zwar unterlaufen dem Niederösterreicher noch unerzwungene Fehler, die einstige Nummer 3 der Welt lässt sich davon aber nicht wie zuletzt häufig aus der Ruhe bringen, zwingt Gasquet sein Spiel auf. Besonders eindrucksvoll ist bereits das zweite Spiel, in dem Thiem seinem Kontrahenten das Aufschlagspiel in unglaublichen 18 Minuten beim achten (!) Breakball abknöpft und eine Duftmarke setzt.
Die Nummer 111 der ATP-Rangliste dominiert die Nummer 42 auf Sand - der "Prince of Clay", wie Thiem vor dem Karriere-Knick nach epischen Duellen mit "Sandkönig" Rafael Nadal genannt wurde, stellt seine Stärke auf dem Lieblingsbelag unter Beweis. Mit Ebrahimzadeh soll es nun gelingen, sein Leistungsvermögen wieder regelmäßig auf den Court zu bekommen.
Zuletzt hatte Thiem immer wieder über mentale Probleme geklagt. Dem Massu-Aus waren bereits mehrere Umbrüche in seinem Umfeld vorausgegangen. Zu Ostern ist nun ein Hauch von Aufbruchsstimmung zu vernehmen.
In der nächsten Runde wartet auf Thiem eine Mammutaufgabe: Jungstar Holger Rune aus Dänemark.