Kleinkind verblutet bei Beschneidungsritual

Eine Straße in Monterotondo, einer Ortschaft nahe Rom.
Eine Straße in Monterotondo, einer Ortschaft nahe Rom.Bild: Google Street View
Der kleine Bub starb bei der Zeremonie in der elterlichen Wohnung in der Nähe von Rom. Sein Zwillingsbruder überlebte schwer verletzt.

Er war erst zwei Jahre alt, als die Eltern das traditionelle Ritual am späten Samstagnachmittag an ihm durchführten. Anstatt bei einem Arzt, führte die Familie, die ursprünglich aus Nigeria stammt, die Zeremonie in einer Aufnahmeeinrichtung für Asylwerber in Monterotondo nahe Rom aus. Das meldet die italienische Nachrichtenagentur ANSA.

Bei dem Eingriff soll der Bub so viel Blut verloren haben, dass selbst die alarmierten Rettungskräfte sein Leben nicht mehr retten konnten. Sein Zwillingsbruder wurde laut "Corriere" mit schweren Verletzungen in ein Spital eingeliefert. Er befindet sich auf der Intensivstation, die Ärzte sind aber zuversichtlich, dass er den Zwischenfall überstehen wird.

"Das Kind starb in ihren Armen"

Laut den Betreibern der Asylunterkunft hatte es keine Anzeichen gegeben, dass der Nigerianer eine Beschneidung bei seinen Söhnen hätte durchführen wollen. Er galt als "ruhig, aufmerksam und höflich", besuchte einen Alphabetisierungskurs.

Die Mutter der beiden Brüder steht unter Schock: "Sie weint und kommt nicht zur Ruhe, das Kind starb in ihren Armen", werden die Betreiber zitiert. Die katholische Frau soll noch in ihrem Schlafzimmer einen Christbaum geschmückt haben, bevor es am Samstag zur Tragödie kam.

"Sie weint und gibt keinen Frieden, das Kind starb in ihren Armen. In Nigeria arbeitete sie in einer NGO, sie ist katholisch und hatte in den letzten Tagen in ihrem Schlafzimmer einen Weihnachtsbaum geschmückt. Er teilte die Wohnung mit zwei anderen Schutzbegünstigten, beide mit einem Sohn. "

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(red)

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