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Protest geht schief – Netz spottet über Klima-Kleber

In Mainz haben sich am Freitag Mitglieder der Klimaprotestbewegung "Letzte Generation" auf dem Asphalt angeklebt – allerdings mit zu starkem Stoff.

Klebstoff war für Polizei-Mittel zu stark. Dann mussten Flex und Bohrhammer her. 
Klebstoff war für Polizei-Mittel zu stark. Dann mussten Flex und Bohrhammer her. 
Twitter / Letzte Generation

Am Freitagmorgen kam es zu einer Protestaktion von Klimaaktivisten der "Letzten Generation" im Bereich der Mainzer Alicenbrücke, einer Hauptverkehrsachse im Berufsverkehr. Gegen 8.15 Uhr hatten sich insgesamt sechs Personen auf die Fahrbahn der Binger Straße in Richtung Innenstadt gesetzt, wovon vier Personen jeweils eine Hand an der Fahrbahn festklebten.

Von der Stadt Mainz wurde die Aktion rechtlich als Versammlung eingestuft worden, die allerdings nicht ordnungsgemäß angemeldet worden war.

Da durch die Blockadeaktion der Verkehr massiv behindert wurde, wurde gegen die Klima-Kleber schließlich ein Strafverfahren wegen Nötigung eingeleitet, wie es seitens der Polizei weiter heißt. Gegen 8.53 Uhr habe man dann die Versammlung aufgelöst. Das war aber nicht so einfach.

Nachdem die Aktivisten durch die Mainzer Polizei mehrfach aufgefordert wurden, die Fahrbahn zu räumen, wurden zunächst die nicht festgeklebten Personen weggetragen. Bei drei Personen sei der Kleber von Einsatzkräften der Technischen Einsatzeinheit des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik mit Olivenöl gelöst worden, meldet die Exekutive.

Nur Flex und Bohrhammer halfen noch

Bei einem 38-jährigen Mann aus Mannheim versagten die mittlerweile altbewährten Mittelchen. Der Aktivist hatte sich laut Polizei "derart festgeklebt, dass er nicht ohne Weiteres gelöst werden konnte. Hierzu musste der Asphalt von Mitarbeitern der Straßenverkehrsbehörde zunächst mittels Trennschleifer und Bohrhammer aufgetrennt und dann abgetragen werden". Über zwei Stunden dauerte der Einsatz mit schwerem Gerät.

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    Ein Klima-Kleber der "Letzten Generation" verwendete bei einem Protest in Mainz am 9. Dezember eine fatale Mischung...
    Ein Klima-Kleber der "Letzten Generation" verwendete bei einem Protest in Mainz am 9. Dezember eine fatale Mischung...
    Twitter / Letzte Generation

    Spott im Netz

    Das Foto des Mannes (siehe Diashow oben) geht nun viral. Es zeigt ihn, wie er mit einem Brocken des Asphalts an der Hand in die Kamera blickt. Es wird vermutet, dass er für seine Protestaktion einen besonders starken Industriekleber verwendet haben dürfte.

    Radio FFH berichtete vor Ort, dass der Aktivist seinen Sekundenkleber mit Sand gemischt hatte. Auf dem Bildmaterial des Senders und der Letzten Generation ist zu sehen, dass seine Finger inmitten der erhärteten Masse stecken.

    Eine Sanitäterin soll dem Kleber-Spezialisten dann noch vor der Fahrt ins Krankenhaus über möglicherweise schwerste gesundheitliche Folgen dieser Aktion aufgeklärt haben. Er könne dabei auch seine Hand verlieren, wenn es den Ärzten nicht gelinge, Klebermasse und Asphalt zu lösen.

    "Da hat ihm die Polizei ein Andenken beschert, von dem er noch seinen Enkeln erzählen kann", schreibt ein Twitter-User voller Schadenfreude. "Ist die Aktion nun in Stein gemeißelt?", schreibt ein weiterer. Eine Userin erinnert das Bild an einen Töpferkurs aus ihrer Jugend. "Ich habe mich damals auch ziemlich im Ton vergriffen", so die Frau.

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      Getty Images / ASFINAG ("Heute"-Collage)
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