"Komplett sinnlos"

Klima-Kleber überraschen jetzt mit neuer Taktik

Mehrere Mitglieder der "Letzten Generation" haben sich am Donnerstag in Innsbruck auf die Straße geklebt. Zuvor wurde aber noch ein Baum gepflanzt.

André Wilding
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    Mitglieder der "Letzten Generation" haben am Donnerstag einen Baum auf der Grassmayr Kreuzung in Innsbruck gepflanzt.
    Mitglieder der "Letzten Generation" haben am Donnerstag einen Baum auf der Grassmayr Kreuzung in Innsbruck gepflanzt.
    Letzte Generation

    Mitglieder der "Letzten Generation" haben am Donnerstag einen Baum auf der Grassmayr Kreuzung in Innsbruck gepflanzt. Sie wollen damit aktiv zum Klimaschutz beitragen. Dennoch kleben sich Menschen direkt hinter dem neuen Baum an die Fahrbahn.

    "Bäumepflanzen ist ein schönes Hobby, wird aber nicht ausreichen, um die Klimakatastrophe aufzuhalten", sagt Annika Zips (24). "Wir brauchen politische Rahmenbedingungen, die für alle gleichermaßen gelten. Darum fordern wir ein Grundrecht auf Klimaschutz in unserer Verfassung!", sagt die Biologiestudentin.

    "Alleine um die 460.000 Tonnen CO2 der Tempo-100 Einsparung mit Bäumen zu erreichen, müssten wir 36 Millionen Jungbäume pflanzen. Und ob alle in diesem Dürresommer gedeihen, bleibt fraglich", rechnet Christoph Gayer vor.

    "Keine seriöse Lösung"

    "Wenn es so weitergeht, brennen uns die neuen Bäume wahrscheinlich beim nächsten, flächendeckenden Waldbrand ab. Bäume pflanzen ist keine seriöse Lösung. Ein Grundrecht auf Klimaschutz schon - es wäre zumindest ein Anfang. Wo bleibt es, liebe Landes- und Bundesregierung?" fragt sich der Student in Energie- und Umwelttechnik.

    Die Letzte Generation erklärt: "Bäume pflanzen ist Symptombekämpfung. Es ist, als hätte ein Kranker Fieber und anstatt die entzündete Wunde zu behandeln, würde er sich nur einen kühlen Lappen auf die Stirn legen. Die Wissenschaft ist sich einig: Unser Planet, der uns alle Lebensgrundlagen bereitstellt, hat Fieber.

    "Feuern das Fieber weiter an"

    Und: "Wir feuern das Fieber immer weiter an, denn die Treibhausgasemissionen steigen immer noch, anstatt zu sinken. Es ist höchste Zeit, dass die Regierung Klimaschutz als Grundrecht in der Verfassung verankert!"

    Der Baum wurde nach dem Protest wieder entfernt und die Menschen von der Fahrbahn gebracht. Die Forderung nach dem Grundrecht auf Klimaschutz, wie bereits 2019 von der ÖVP vorgeschlagen, bleibe.

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      <strong>19.07.2024: So viel zahlt das AMS an arbeitslose Afghanen und Syrer</strong>. Durch eine Anfrage von FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kam nun ans Licht, <a data-li-document-ref="120048427" href="https://www.heute.at/s/so-viel-zahlt-das-ams-an-arbeitslose-afghanen-und-syrer-120048427">welche Summen das AMS an Menschen aus Drittstaaten auszahlt.</a>
      19.07.2024: So viel zahlt das AMS an arbeitslose Afghanen und Syrer. Durch eine Anfrage von FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kam nun ans Licht, welche Summen das AMS an Menschen aus Drittstaaten auszahlt.
      Picturedesk; "Heute"-Collage

      Auf den Punkt gebracht

      • Mitglieder der "Letzten Generation" pflanzen einen Baum in Innsbruck, um auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen
      • Sie fordern politische Maßnahmen und ein Grundrecht auf Klimaschutz in der Verfassung, da das alleinige Pflanzen von Bäumen nicht ausreicht, um die Klimakatastrophe zu stoppen
      • Trotz des Protests wurde der Baum entfernt, aber die Forderung nach einem Grundrecht auf Klimaschutz bleibt bestehen
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