Klima-Maßnahmen – Land NÖ will "nicht locker lassen"

Trafen sich zum Arbeitsgespräch: Florian Nödl, Wolfgang Dörner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Werner Fischer, Maria Prem, Walter Hutterer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Leopold Liebl und Helmut Schmutzer.
Trafen sich zum Arbeitsgespräch: Florian Nödl, Wolfgang Dörner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Werner Fischer, Maria Prem, Walter Hutterer, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Leopold Liebl und Helmut Schmutzer.NLK/Filzwieser
Landeschefin Johanna Mikl-Leitner traf mit Vertretern des Klimarates zu einem Arbeitsgespräch zusammen.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) traf gemeinsam mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP) niederösterreichische Vertreter des Klimarates zu einem Arbeitsgespräch im Landhaus in St. Pölten. Hauptthemen waren dabei das NÖ Klima- und Energieprogramm, der Ausbau von Erneuerbarer Energie sowie Öffentlicher Verkehr und Mobilität.

Die Landeshauptfrau skizzierte zu Beginn des Gespräches die Maßnahmen, die Niederösterreich im Hinblick auf den Klimawandel umsetze. „Wir haben über 300 konkrete Maßnahmen in unserem Klima- und Energieprogramm 2030 niedergeschrieben und setzen diese Schritt für Schritt um. Das ist unsere Verantwortung gegenüber Mutter Erde und da werden wir nicht lockerlassen.“

"Ziele, die man erreichen kann"

Pernkopf ergänzte: „Wir setzen uns Ziele, die man erreichen kann. Denn ich halte nichts davon, sich unerreichbare Ziele zu setzen. Das wäre reine Showpolitik.“ Daher werde in Niederösterreich vor allem der Ausbau der Erneuerbaren Energie massiv vorangetrieben: Neben einer Photovoltaik-Offensive werde im Bundesland die Energiegewinnung aus Windkraft in den nächsten Jahren verdoppelt.

56 Prozent aller Windräder Österreichs in NÖ

„56 Prozent aller Windräder Österreichs stehen bereits jetzt in Niederösterreich“, unterstrich die Landeshauptfrau. Bis 2030 werde Niederösterreich die Leistung der Windräder verdoppeln, indem man Teile der bestehenden rund 750 Windkraftanlagen mit mehr Leistung „repowere“ und rund 200 Windräder neu errichte. „Ab 2024 bauen wir mehr Windkraftanlagen ab, als wir aufbauen, verdoppeln aber gleichzeitig die Leistung“, führte Pernkopf dazu aus.

"Man muss ein Mittelmaß finden"

Klimarat-Mitglied Maria Prem meinte, dass es einen weiteren Ausbau des Öffentlichen Verkehrs im Bundesland brauche, um den Anteil am Individualverkehr zu senken. Landeshauptfrau Mikl-Leitner betonte, dass es einen Unterschied mache, ob man in einer Millionenstadt wie Wien lebe, wo es klar sei, dass die U-Bahn im Minutentakt verkehre oder ob man in einem Flächenbundesland wie Niederösterreich Öffentlichen Verkehr anbiete. „Man muss ein Mittelmaß finden. Denn das Auto wird es in Niederösterreich immer geben“, so Mikl-Leitner, die auch auf die sogenannte „letzte Meile“ verwies.

Pernkopf erinnerte, dass Niederösterreich einen großen Schwerpunkt auf Elektromobilität, Carsharing, Fahrtendienste oder aktive Mobilität lege. Potenzial für die Schiene erkenne die Landeshauptfrau vor allem beim Güterverkehr, hier liege es aber an der ÖBB, Kapazitäten auszubauen.

Leopold Liebl vom Klimarat sprach über den Wohnbau und machte ein staatliches Sanierungsförderprogramm zum Thema. Dadurch solle bestehender Wohnbau saniert und damit Bodenversiegelung und Zersiedelung hintangestellt werden. Walter Hutterer meinte, dass sehr viel Gutes in Niederösterreich passiere, die Bevölkerung jedoch zu wenig Notiz davon nehme. Werner Fischer betonte, dass Niederösterreich in der Klimapolitik vieles bereits gut macht, wie etwa den Ausbau erneuerbarer Energieträger und mit gutem Beispiel für andere Bundesländer vorausgehen sollte.

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