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Klima-Protest stoppt Rad-WM – Van der Poel holt Gold

Klima-Demonstranten sorgen bei der Rad-WM im schottischen Edinburgh für Chaos. Mathieu Van der Poel trotzt den Widrigkeiten.
20 Minuten
06.08.2023, 14:42
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Klima-Demonstranten haben bei der Rad-WM in Schottland für eine fast einstündige Unterbrechung des Straßenrennens der Männer gesorgt. Rund 80 Kilometer nach dem Start in Edinburgh kam das Feld auf einer Landstraße im Carron Valley zum Stillstand.

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie sich ein Polizeiwagen durch den Fahrerpulk kämpfte. Weltverbandspräsident David Lappartient diskutierte mit den Fahrern, die sich teilweise bei Temperaturen von nur 14 Grad in den Begleitwagen aufwärmten. Bevor es weiterging, wurde eine weiße Masse auf die schmale Straße gestreut. Über die Demonstranten war zunächst nichts bekannt.

Update: Van der Poel siegt

Der Niederländer Mathieu van der Poel siegt, holt Gold im Herren-Einzel-Straßenrennen. Dabei trotzt er den Widrigkeiten gleich mehrmals. Im Finish kommt er auf der nassen Fahrbahn zu Sturz, kämpft sich aber nach 271 harten Kilometern ins Ziel.

Der Belgier Wout van Aert holt Silber, der Slowene Tadej Pogacar gewinnt den Sprint um Bronze gegen den Dänen Mads Pedersen.

Das Starterfeld in Edinburgh.
IMAGO/Belga

Mit gleichem Abstand weitergemacht

Die Radprofis hätten das Hindernis zwar passieren können, für die Teamwagen gab es aber kein Weiterkommen. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung lag eine neunköpfige Spitzengruppe mit knapp sieben Minuten Vorsprung in Führung. Mit dem gleichen Abstand wurde das Rennen wieder aufgenommen.

In der Vergangenheit war es immer wieder zu Protesten bei Radrennen gekommen. Auch bei der Tour de France hatte die Letzte Generation schon für Zwischenfälle gesorgt. Daher waren in diesem Jahr die Sicherheitsmaßnahmen bei der Tour verstärkt worden.

271,1 Kilometer waren beim Straßenrennen angesetzt. Nach dem Start in Edinburgh ging es Richtung Glasgow, wo zehnmal ein Rundkurs von 14,3 Kilometern Länge absolviert werden sollte.

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