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#Klimafittes Klosterneuburg am Weg zur Modellstadt

Das Projekt COLLABORATION CITY: #Klimafittes Klosterneuburg begleitet die Gemeinde am Weg zur Modellstadt für klimafitte Transformation.
Irma Basagic
03.08.2023, 16:42
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PROJEKTNAME: COLLABORATION CITY: #Klimafittes Klosterneuburg
PROJEKTTRÄGER: Gemeinde Klosterneuburg
KATEGORIE: Gemeinden/Städte
THEMENBEREICH: Ganzheitliche Planung, Umsetzung und Finanzierung in den Bereichen Grünraumplanung, Energie und Mobilität auf liegenschaftsübergreifender Ebene
TEILNEHMERZAHL: alle Bewohner*innen von Klosterneuburg
PROJEKTSTART: 2023
STATUS: ist immer noch aktiv
REGION: Klosterneuburg/Niederösterreich
INSTITUTIONALISIERT ALS: In die Verwaltung integriert
WIRKUNGSFELD: Die ganze Gemeinde

Darum geht es beim Projekt "COLLABORATION CITY: #Klimafittes Klosterneuburg"

Die Stadt Klosterneuburg möchte auf die multiplen und gleichzeitig auftretenden Problemstellungen, die aufgrund der kommenden Klimaveränderungen prognostiziert sind, vorbereitet sein und möchte sich daher zur Modellstadt für klimafitte Transformation für urbane Gebiete mit bis zu 30.000 Einwohner*innen entwickeln.

Bei der Entwicklung der dafür zugrundeliegenden Prozesse und Methoden baut sie auf die Erfahrung und die Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt des Klima-und Energiefonds COLLABORATION CITY.  COLLABORATION CITY ist ein Entwicklungsprojekt zur Umsetzung von klimafitten Städten bzw. Stadtteilen.

Dabei werden die Handlungsfelder Nature Based Solutions, Mobilität und Energie immer zusammen über ganze Quartiere und Stadtteile betrachtet und nach den gegebenen Zielvorgaben geplant. In einem umfassenden, co-kreativen Planungs- und Gestaltungsprozess werden potentielle Zielkonflikte ausverhandelt und zu klimarelevanten Wirkungen vereint und neue Finanzierungsmodelle aus öffentlichen und privaten Quellen auf den Weg gebracht.

Der Einsatz von Co-Creation Methoden erhöht die Identifikation der Bewohner*innen mit den Maßnahmen kann somit einen besseren Beitrag für die Lebenswelt der Bewohner*innen leisten. Im ersten Projektjahr des Forschungsprojektes wurde dieses Konzept anhand eines virtuellen Demogrätzls in Wien in eine methodisch-theoretische Herangehensweisen übersetzt.

Die Umsetzung und ganzheitliche Anwendung der Methodik, in Form von baulichen und prozessualen klimafitten Maßnahmen soll nun in Klosterneuburg exemplarisch stattfinden. Dies soll als interaktives Modell für weitere Kleinstädte in Österreich dienen. Durch die Partnerschaft als KEM-Region sollen die Partnergemeinden direkt von den Entwicklungen profitieren.

Für die weitere Arbeit in Klosterneuburg wurden drei unterschiedliche Maßstabsebenen definiert, die eine gesonderte Betrachtung erfordern und unterschiedlichen Handlungs-und Verantwortungsstränge bedeuten. Die drei Maßstabsebenen sind folgende:

1.) die Gesamtstadt Klosterneuburg (Ebene L)
2.) das Happyland und Umgebung (M)
3.) der COLLABORATION CITY Demonstrator (S)

Basierend auf einer ganzheitlichen Wirkungs-und Gesamtplanung für die ganze Stadt (Ebene L) können konkrete bauliche, prozessuale und finanzielle Maßnahmen definiert werden (Ebene M), die gleichermaßen von Liegenschaftseigentümer*innen, öffentlicher Hand und der individuellen Bevölkerung unterstützt werden kann (Ebene S).

Heute For Future-Award im Gespräch mit Roland Honeder, Vizebürgermeister der Gemeinde Klosterneuburg

Was zeichnet das Projekt aus bzw. wie unterscheidet es sich von anderen?

COLLABORATION CITY Klosterneuburg malt keine Luftschlösser, sondern zeigt realistisch umsetzbare Projekte, um eine Stadt gemeinsam mit allen Bewohner*innen und Stakeholder*innen klimafit zu gestalten und klärt zugleich eine ganz wichtige Frage der Finanzierbarkeit, indem zu jeder Planung ein Finanzierungsmodell bereitgestellt wird.

Die ganzheitliche und Stadtweite Betrachtung aller notwendigen Problemfelder ermöglichen erst eine effiziente Transformation.

Was sollte geschehen, damit Ihre praktische Arbeit erleichtert wird? Wer sollte aktiv werden?

Die Planung einer klimafitten Stadt braucht in erster Linie einen politischen Willen und Rückhalt. Für die Planungstätigkeiten braucht es aber auch unbedingt die aktive Teilnahme aller Menschen, die in der Stadt leben, arbeiten und wohnen.

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, dass Ihr Projekt anderswo nachgemacht werden könnte?

Das Projekt COLLABORATION CITY wurde von Anfang an so konzipiert, dass es auf jede weitere Stadt umgelegt werden kann.

Das setzt voraus, dass eine Stadt, ein Stadtteil, ein Bezirk oder ein Grätzel bereit ist, über politische Perioden hinaus zu denken und den Mut und Willen hat eine klimafitte Planung zuzulassen, die zum Ziel hat Wohn- und Lebensraum langfristig und nachhaltig zu verbessern und den anstehenden Klimaveränderungen anzupassen.

Haben Sie sich am Beginn Ihres Projektes an einem anderen Modellprojekt orientiert?

Nein.

Ist Ihr Projekt bereits in anderen Regionen nachgemacht worden?

Nein.

Glauben Sie, dass Ihr Projekt auch anderswo durchgeführt werden könnte?

Ja, auch anderswo in Österreich.

(c) Konsortium Collaboration City Projekt_Studio LAUT