Die Erderwärmung hat nicht nur Auswirkungen auf die Anzahl der Hitzetage, sondern auch auf deren Intensität innerhalb eines Tages. Das zeigt eine neue Analyse, die globale stündliche Temperaturdaten ausgewertet hat.
Das Problem: Bisherige Studien haben extreme Hitzeereignisse vor allem anhand täglicher Mittelwerte sowie Höchst- oder Tiefsttemperaturen untersucht. Diese Kennzahlen erfassen kürzere Hitzephasen jedoch nur unzureichend.
Bei einem Klimaszenario mit hohen Emissionen könnte es an heißen Tagen zu mehr als vier zusätzlichen Stunden Extremhitze kommen, heißt es auf scinexx.de unter Berufung auf eine Studie im Fachjournal Nature Climate Change. Selbst Tage, die bisher nicht als extreme Hitzetage gelten, könnten drei zusätzliche extrem heiße Stunden bekommen.
Auf rund 90 Prozent der globalen Landflächen haben die extrem heißen Stunden bereits zugenommen. Besonders betroffen sind dabei Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.
Laut den Forschern um Liu entfallen schon heute mehr als drei Viertel der weltweiten Bevölkerungsexposition gegenüber stündlichen Hitzeextremen auf Tage, die nach bisherigen Messgrößen nicht als extreme Hitzetage erfasst wurden.
Die Projektionen zeigen auch: Jüngere Generationen werden im Laufe ihres Lebens deutlich stärker stündlichen Hitzeextremen ausgesetzt sein als ältere Generationen. Die Wissenschaftler fordern daher bessere Frühwarnsysteme und eine genauere Einschätzung von Gesundheitsrisiken.