Klinik Floridsdorf als 1. Spital mit Solarkraft am Dach

Als erstes Spital Wiens produziert die Klinik Floridsdorf Sonnenstrom am Dach. Heute, Mittwoch, ging die 4.000m2 große Anlage in den Betrieb. 

"Gesundheit und Klimaschutz gehören zusammen. Eine gesunde Umwelt ist die Grundlage jeden gesunden Lebens“, betont Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Umso mehr freut es ihn, dass im Bereich seines Ressort nun drei weitere Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen werden konnten. Neben der Klinik Floridsdorf, das somit als erstes Spital Wiens unter die Stromproduzenten geht, wird auch auf den Dächern der Pflegewohnhäuser Liesing und Baumgarten umweltfreundliche Energie erzeugt.

Gemeinsam mit Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) und Wien Energie-Chef Michael Strebl nahm Hacker heute die neue 4.000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage am Dach des ehemaligen KH Nord in Betrieb. "Nur gemeinsam schaffen wir die Energiewende", so Hanke. Die Zusammenarbeit zwischen Wien Energie und dem Gesundheits- und Sozialressort zeige, dass die Stadt erfolgreich auf Kooperation im Sinne des Klimaschutzes setze. Die Anlagen auf der Klinik Floridsdorf und den beiden Pflegewohnhäusern seien dafür ein schönes Zeichen“, unterstrich Hanke.

Neue Anlage spart 337 Tonnen CO2-Emissionen ein

Für die neue Photovoltaik-Anlage wurden am Dach der Hochgarage, auf einer Fläche von mehr als 4000 Quadratmetern in Summe an die 2000 Solarpaneele angebracht. Technische Besonderheit: Die in Österreich produzierten Module sind reflexionsarm, um Notarzteinsätze, die per Hubschrauber kommen, nicht durch die Sonnenspiegelung zu irritieren.

Mit der neuen Photovoltaikanlage der Klinik Floridsdorf können jährlich knapp 600.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt werden, das entspricht in etwa dem Strombedarf von 230 Haushalten. Der dabei erzeugte Strom fließt zur Gänze in den Betrieb der Klinik Floridsdorf. In Summe werden damit 337 Tonnen jährlich an CO2-Ausstoß eingespart.

Gesundheitsverbund setzt auf Nachhaltigkeit

Die Errichtung der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Klinik Floridsdorf sei nur ein Element im Bemühen des Wiener Gesundheitsverbundes um Nachhaltigkeit. "Als zukunftsorientiertes Unternehmen setzen wir bereits seit Jahren aktiv auf Maßnahmen, die zur ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit beitragen", erklärt der Vorstand des Wiener Gesundheitsverbundes, Herwig Wetzlinger. Dazu gehörten neben dem Ausbau der Solarenergie beispielsweise auch die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrräder, die Umstellung auf LED-Beleuchtung, Projekte zur Müllvermeidung oder der verantwortungsvolle Umgang mit Desinfektions- und Reinigungsmitteln.

Generell werde darauf geachtet, den Energieverbrauch bei steigender Leistung zu senken und neue ressourcenschonendere Technologien zum Einsatz zu bringen – wie etwa durch den Einsatz der sogenannten Fernkälte, zum Beispiel in den Kliniken Floridsdorf, Landstraße und Donaustadt. 

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