Klopapier-Gate sorgt für Aufregung im Landhaus

Sämtliches Toilettenpapier im Regierungsgebäude soll ausgetauscht worden sein, die Rollen zeigen ein Gackerl-Symbol mit der Aufschrift "Gatterjagd".

Nur in Niederösterreich gibt es noch Jagdgatter. 74 waren es bei der letzten Zählung. Offenbar um dagegen zu protestieren, verteilten am Dienstag Tierschützer eigens gedruckte Klorollen mit Toilettenpapier in den Regierungsgebäuden des nö Landtags.

Die Papiere zeigen ein Exkrement mit der Aufschrift „Gatterjagd" und einem darin steckenden Schild „Is fürn Oasch". Auf sämtlichen Toiletten für Männer und Frauen sollen diese neuen Rollen installiert worden sein.

Hintergrund ist der Umstand, dass mit dem 1. Mai 2017 nun das neue Jagdgesetz im Burgenland mit einem Gatterjagdverbot, für das eine Übergangsfrist bis 2023 gilt, in Kraft getreten ist. Tierschützer fordern von Landesrat Stephan Pernkopf (VP), auch den Jagdgattern in NÖ ein Ablaufdatum zu geben. In Wien laufen bereits ebenfalls Übergangsfristen und in Salzburg steht ein Verbot vor der Tür. In sämtlichen anderen Bundesländern ist die Gatterjagd bereits abgeschafft.

VGT für Gatterjagdverbot

"Verein gegen Tierfabriken"-Obmann Martin Balluch: „Auch NÖ muss jetzt endlich die Zeichen der Zeit erkennen und ein Gatterjagdverbot erlassen. Es reicht nicht, wie im Herbst 2015 die Gatterjagd ein bisschen einzuschränken und Kontrollen anzukündigen. Eine perverse Tierquälerei, wie die Gatterjagd, muss verboten, nicht reguliert werden. Die große Mehrheit der Bevölkerung auch in NÖ hat kein Verständnis für diese Art der Abschießbelustigung. Wir fordern, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen."

(wes)

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