Klub-Boss schäumt nach Transfer-Streit um ÖFB-Profi

Kevin Danso will nicht länger für Augsburg spielen.
Kevin Danso will nicht länger für Augsburg spielen.Picturedesk
Mit seinem Wechselwunsch hat ÖFB-Legionär Kevin Danso viel Staub beim FC Augsburg aufgewirbelt. Nun sprach Geschäftsführer Stefan Reuter Klartext. 

Am Donnerstag war es im Trainingslager des deutschen Bundesligisten in Walchsee zum Eklat gekommen. Danso hatte den Klub-Bossen mitgeteilt, den Verein verlassen zu wollen. Der Wunsch war vom Verein neuerlich abgelehnt worden. Deshalb habe der Abwehrspieler gesagt, "er könne nicht mehr für den FCA spielen und trainieren", bestätigte Reuter nun der "Augsburger Allgemeinen". 

Damit war klar, dass Danso keine Zukunft beim deutschen Bundesligisten hat. Er flog aus dem Trainingscamp. "Daraufhin haben wir gesagt, der Aufenthalt im Trainingslager mache keinen Sinn mehr und haben einen Fahrer nach Augsburg organisiert", erzählte der Geschäftsführer weiter. 

"Kam überraschend"

Danso war in den letzten beiden Saisonen an Southampton und Fortuna Düsseldorf verliehen gewesen. Ein Leih-Angebot von Greuther Fürth hatte Augsburg mit der Begründung abgelehnt, keinen Spieler an einen Liga-Konkurrenten abgeben zu wollen. Nun hatte der französische Erstligist RC Lens ein Transfer-Offert vorgelegt, das Danso auch annehmen wollte. Der 22-Jährige steht eigentlich noch bis 2024 bei Augsburg unter Vertrag. 

Vom Verhalten des Österreichers zeigt sich Reuter jedenfalls enttäuscht. "Er hat bisher super trainiert, hat einen richtig guten Eindruck gemacht, Freude vermittelt. Von daher kam das für uns überraschend und ist sehr schade", so Augsburg-Boss Reuter. 

Abgang nicht um jeden Preis

Nun ist für Reuter aber klar, dass der ÖFB-Legionär abgegeben wird. Allerdings nicht um jeden Preis. "Es stimmt nicht, dass sich das Angebot im mittleren Millionenbereich bewegt. Es ist überhaupt nicht marktgerecht. Wenn ein Spieler uns verlassen will und ein marktgerechtes Angebot besteht, werden wir uns damit beschäftigen. Wir haben bisher bei weitem noch kein marktgerechtes Angebot vorliegen", so der Augsburg-Geschäftsführer weiter. "Wir werden abwarten und ihn auf keinen Fall unter Preis abgeben. Wir hätten die Entwicklung mit einem angepassten Vertrag belohnt. Doch es gab kein Interesse dafür", schloss Reuter. 

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