Das deutsche Topmodel Heidi Klum (52) spricht im OMR-Podcast mit Philipp Westermeyer überraschend offen über die Schattenseiten ihrer Modekarriere und wie brutal der Druck in der Branche früher tatsächlich war.
Zwischen Glamour und Millionen-Deals zeichnet sie das Bild einer Zeit, in der vor allem eines zählte: absolute Kontrolle über den eigenen Körper.
Im Gespräch erinnert sich Klum daran, wie streng die Vorgaben in der Modewelt damals waren. Körper wurden vermessen, Kleider bewusst extrem klein gefertigt und selbst minimale Abweichungen konnten über Jobs entscheiden. Es ging dabei nicht nur um Ästhetik, sondern um knallharte Maßstäbe und einen permanenten Druck, diesen zu entsprechen.
Besonders deutlich wird die vierfache Mutter, wenn sie über die harten Anforderungen bei den "Victoria's Secret"-Shows spricht. Rückblickend beschreibt sie die damalige Denkweise mit drastischen Worten: "Da darf keine Cellulite am Arsch schwabbeln."
Die Marke galt über Jahre hinweg als Inbegriff eines sehr einheitlichen Schönheitsideals: schlank, definiert und makellos inszeniert.
Klum betont zugleich, dass sich die Branche verändert habe. Auch wenn der Druck im Modelbusiness weiterhin existiert, seien die Maßstäbe heute weniger starr als früher. Größenvielfalt, unterschiedliche Körperformen und mehr Diversität hätten in den letzten Jahren sichtbar an Bedeutung gewonnen, sowohl auf Laufstegen als auch in Kampagnen.
Trotz ihrer eigenen harten Erfahrungen beschreibt sich Klum als jemanden, der mit Nachwuchsmodels heute bewusst anders umgeht. Sie sei nicht so streng, wie andere früher mit ihr gewesen seien.
Statt Druck und Härte setze sie eher auf Professionalität, Respekt und gesunde Erwartungen. Auch, um die nächste Generation besser zu schützen.