Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtete, soll es im Umfeld von Wacker Innsbruck zu mehreren Hausdurchsuchungen gekommen sein. Die Polizei soll im Auftrag der Staatsanwaltschaft an acht verschiedenen Standorten Unterlagen und Datenträger gesichert haben. Es soll der Verdacht der fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und der betrügerischen Krida im Raum stehen. Mittlerweile soll das Landeskriminalamt ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere Verantwortliche eröffnet haben.
Wie das Blatt in seiner Online-Ausgabe schreibt, wurden neben den Räumlichkeiten des Vereins, auch die Wohnorte von früheren Funktionären durchsucht. Unter ihnen sollen der frühere Präsident Kevin Radi, Ex-Vorstandsmitglied Thomas Kerle und die beiden ehemaligen Präsidenten Joachim Jamnig und Gerhard Stocker sein. Außerdem soll der Wohnort von Alfred Hörtnagl durchsucht worden sein. Der 57-Jährige ist ehemaliger ÖFB-Teamspieler und war bei den Tirolern als Manager tätig.
Gegenüber der "APA" wollte die Staatsanwaltschaft keine Namen nennen, bestätigt lediglich laufende Ermittlungen gegen mehrere Verantwortliche und Funktionäre.
Auslöser für die Durchsuchungen soll eine Feststellung des Insolvenzverwalters gewesen sein. Der Verein soll in der letzten Zeit keine ordentlichen Geschäftsbücher geführt haben. Zusätzlich wirft die Staatsanwaltschaft dem Traditionsklub vor, den finanziellen Haushalt zwischen der gegründeten GmbH und dem Verein Wacker Innsbruck nicht sachgemäß getrennt zu haben.
Nach dem Zwangsabstieg zum Ende der vergangenen Saison ist der FC Wacker nicht mehr im Profifußball anzutreffen. Die Innsbrucker spielen mittlerweile in der Tiroler Liga, belegen dort nach drei Spieltagen den sechsten Platz.