Großer Erfolg für die heimische Justiz! Mukhammadrajab B., der als mutmaßlicher Drahtzieher der Weihnachts-Terrorpläne von Wien gilt, wird aus Köln nach Wien ausgeliefert. Der 30-jährige Tadschike soll am 8. und am 18. Dezember des Vorjahres seinem ebenfalls verdächtigen Landsmann Madad A. (28) in einer Asyl-Unterkunft in Wien-Ottakring mehrere Besuche abgestattet haben.
Dabei sei es zu konspirativen Treffen gekommen, bei denen es um tödliche Terrorpläne am Stephansdom gegangen sein soll. Die beiden Männer wurden dabei beobachtet, wie sie gemeinsam den Steffl abgefilmt und nach Überwachungskameras ausgekundschaftet haben – wir berichteten. Während für den "Wiener" und seine ebenfalls verdächtige Ehefrau (26) im Zuge einer Cobra-Razzia in der Thaliastraße die Handschellen klickten, konnte Mukhammadrajab B. (30) erst unbehelligt ausreisen und wurde später im deutschen Ort Wesel festgenommen.
Er soll dort zu Silvester noch einen weiteren Anschlag mit einem Auto auf den Kölner Dom geplant gehabt haben, berichtete die deutsche "Bild". Es sei unklar, ob er mit einem Auto in eine Menschenmenge rasen oder dieses in die Luft jagen wollten. Fest steht: Da der Tadschike bei seiner Verhaftung sein Smartphone auf Werkeinstellungen zurückgesetzt hatte, fehlten den Ermittlern bald die Gründe für eine Verlängerung der U-Haft.
Erst durch übermittelte Ermittlungsergebnisse aus Wien und einen von Österreich erlassenen EU-Haftbefehl gelang den Deutschen der Durchbruch. Parallel dazu bemühte sich die heimische Justiz intensiv um eine Auslieferung nach Wien – mit Erfolg:
Dieser Antrag wurde nun vom OLG Köln für zulässig erklärt. Eine Auslieferung soll nach "Heute"-Infos kurz bevorstehen. Indes wird die Verdachtslage gegen die drei Tadschiken wird immer konkreter – sogar von einem versteckten Sprengstoffgürtel oder von vergrabenen Waffen im Wienerwald ist die Rede. Aktuell werden immer noch Facebook-Chats und Dateien von insgesamt 14 sichergestellten Mobiltelefonen vorgenommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.