Knausriger Chef muss Pizzakoch jetzt 15.000 Euro zahlen

Durch die Restriktionen wegen der Coronavirus-Pandemie mussten viele Pizzerien auf Lieferservice umstellen
Durch die Restriktionen wegen der Coronavirus-Pandemie mussten viele Pizzerien auf Lieferservice umstellenpicturedesk.com/EXPA/JFK
Sein Ex-Chef wollte keine Überstunden ausbezahlen. Die Arbeiterkammer Kärnten zog für den geprellten Pizzakoch vor Gericht und erkämpfte 15.000 Euro

Drei Jahre lang sei der Mann in dem Betrieb als Koch beschäftigt worden sein und im selben Zeitraum aber nur drei Lohnabrechnungen erhalten haben, so die AK Kärnten in einer Mitteilung. Schon da hätten bei dem Angestellten "längst die Alarmglocken läuten" sollen, doch dann kam es noch dicker. 

Bei der Beendigung des Dienstverhältnisses wollte der Chef die geleisteten Überstunden nicht ausbezahlen. Der geprellte Koch wandte sich hilfesuchend an die Experten der Arbeiterkammer. Diese wieder forderten sämtliche Lohnabrechnungen für den gesamten Beschäftigungszeitraum sowie fehlende Entgeltbestandteile vom ehemaligen Arbeitgeber ein – und zog mit dem Fall vor Gericht.

Unterschriften gefälscht

"Im Zuge der Verhandlungen stellte sich heraus, dass der Dienstgeber die Unterschrift seines früheren Mitarbeiters auf dessen Arbeitszeitaufzeichnungen gefälscht haben dürfte, um sich die Auszahlungen zu ersparen", erklärte Josef Zoppoth, AK-Experte in Hermagor. Aufgrund der drohenden strafrechtlichen Konsequenzen und auch auf Anraten des Richters, hat der Dienstgeber schließlich die Prozesskosten übernommen und einen Pauschalbetrag in der Höhe von 15.000 Euro brutto an den Dienstnehmer bezahlt. 

"Die Arbeiterkammer durchschreitet bei Ungerechtigkeiten gegenüber Arbeitnehmern – wenn notwendig – alle gerichtlichen Instanzen", mahnt AK-Präsident Günther Goach abschließend.

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