Knie kaputt: Kranführer sollte 8 Wochen auf Termin warten

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Knie-MRGetty Images/iStockphoto
Ein Kranführer (36) aus NÖ verletzte sich am Knie schwer, bekam im Spital eine MR-Überweisung. "Acht Wochen sollte ich warten", so der 36-Jährige.

Schmerzen und Ärger für Christian P. (36) aus Niederösterreich: Der Kranführer war in der zweiten Augustwoche nach dem Einkaufen nach Hause gegangen.

"Schnalzer" auf Stiege

Noch ehe er seine Wohnung im dritten Stock des Wohnhauses ohne Lift erreichen konnte, machte es im zweiten Stock einen „Schnalzer“. „Ich hab mich noch raufgeschleppt, einen Freund angerufen, der mich sofort ins Wr. Neustädter Spital brachte“, so der 36-Jährige.

Dort wurde der Kranführer behandelt und bekam eine Überweisung für eine MR-Untersuchung (Anm.: Magnetresonanz). „Ich habe mich auf Webseiten von Instituten umgesehen, laut Webseite wären es 15 bis 20 Tage Wartezeit. Aber das stimmt nicht: Acht Wochen Wartezeit für einen Kassentermin oder knapp 300 Euro ohne nennenswerte Frist.“

"2-Klassen-Medizin"

Die langen Wartezeiten auf MR- bzw. CT-Untersuchungen sind seit Jahren ein heißes Thema. In St. Pölten etwa gibt es ein Institut mit 2 Eingängen und zwei Nummern - eben für zahlende Kunden und Kassepatienten - mehr dazu hier.

„Es gibt in Österreich zu 100 % eine Zwei-Klassen-Medizin“, stellt Christian P. betroffen fest und hatte noch Glück: Er bekam per Zufall einen Kassen-Termin am 31. August in Baden. 

Patientenanwalt Gerald Bachinger hatte im Vorjahr die Vorgehensweise einiger Institute als "schamlose Gewinnoptimierung" tituliert.

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