Koalition einig: Bilanzpolizei kommt

Die "Bilanzpolizei" zur Prüfung von Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen börsenotierter Unternehmen soll kommen, darauf haben sich die beiden Regierungskoordinatoren Finanzministerin Maria Fekter (V) und Staatssekretär Josef Ostermayer (S) verständigt, berichtet der "Standard" (Dienstag). Österreich ist hier seit vier Jahren säumig, eine EU-Richtlinie umzusetzen.

Die "Bilanzpolizei" zur Prüfung von Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen börsenotierter Unternehmen soll kommen, darauf haben sich die beiden Regierungskoordinatoren Finanzministerin Maria Fekter und Staatssekretär Josef Ostermayer verständigt, berichtet der Standard. Österreich ist hier seit vier Jahren säumig, eine EU-Richtlinie umzusetzen.

Gestritten wurde nicht über das Ob, sondern das Wie. Die SPÖ wollte diese Kompetenz bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) ansiedeln, was diese begrüßt hätte. Die ÖVP plädierte für ein zweistufiges Modell - mit Wirtschaftsprüfern in der ersten Stufe.

Orientieren wird man sich nun an einem Gesetzesentwurf, den die Berater von KPMG erarbeitet hat, so der Bericht. Demnach wird ein neuer Verein gegründet, bestehend aus Wirtschaftsprüfern. Dieser ist formal unabhängig, wird aber auf Ersuchen der FMA tätig.

Den Kompromiss sollen Fekter und Ostermayer am Sonntag bei einem Mittagsessen vereinbart haben, so die Kronen Zeitung.
APA/red.

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