Drei Sterne im Restaurantführer Guide Michelin, davon können die meisten Köche nur träumen. Doch diese höchste Auszeichnung war Sebastien Bras nach 18 Jahren zuviel. Er gab sie 2017 zurück, da er "freier" sein und weniger "Druck" verspüren wollte, jeden Tag diesen höchsten Ansprüchen gerecht zu werden und immer auf eine bestimmte Weise kochen zu müssen.
Er sorgte damit für viel Aufsehen und der Guide Michelin akzeptierte seine Entscheidung und führte 2018 sein Restaurant "Le Suquet" in Laguiole in der Auvergne nicht mehr. Doch in der aktuellen Ausgabe 2019, die nun präsentiert wurde, erhielt er wieder zwei Sterne.
Der 47-Jährige reagierte "mit Erstaunen" auf die Wiederaufnahme in den Guide Michelin: "Wir empfinden diese widersprüchliche Entscheidung mit Skepsis, auch wenn wir uns weder über die Sterne noch die Strategien des Guides Gedanken machen."
Bras habe seine "Position im Vorjahr klar gemacht" und denke noch immer so. Er wird die Auszeichnung also wohl weiter ignorieren. (red)