"Können Leuten nicht im April immer noch sagen, dass..."

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit FFP2-Maske
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit FFP2-MaskeBernd von Jutrczenka / dpa / picturedesk.com
In Berlin findet am Dienstag ein Corona-Gipfel zwischen den Länderchefs und Kanzlerin Merkel statt. Diese überrascht mit einer deutlichen Ansage.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will Ergebnisse im Kampf gegen die Corona-Pandemie sehen. Das machte sie in der großen Runde mit den Ministerpräsidenten Dienstagnachmittag in Berlin klar. "Wir müssen jetzt mal einen Erfolg bringen", wird Merkel von der "Bild"-Zeitung zitiert. Ihr zufolge gebe es jetzt nur zwei Vorgehensweisen: "Gehen wir auf Nummer Sicher oder gehen wir auf Nummer Unsicher?".

Die Kanzlerin tritt selbst für einen harten Maßnahmenkatalog ein. Deutschland hat mit einem 7-Tages-Inzidenz-Wert von 132 immer noch viel zu viele Neuinfektionen pro Tag. Zum Vergleich: In Österreich liegt die 7-Tages-Inzidenz kurz nach der Ankündigung der Lockdown-Verschärfungen bei 121.

Merkel möchte als "Nummer Sicher" gehen und weitere Verschärfungen realisieren, bevor die weit ansteckenderen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika um sich greifen können. Um einen Dauer-Lockdown zu verhindern, müssen erst die Fallzahlen stark nach unten gedrückt werden. Das weiß auch Merkel. Sie plädierte im Rahmen des Gipfeltreffens an die Landeschefs: "Wir können doch den Leuten nicht im April immer noch sagen, dass wir die Friseure nicht aufmachen."

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