Können Weihnachtsgeschenke das Coronavirus übertragen?

Beim Geschenke auspacken müssen wir uns laut Experten keine Sorgen über das Virus machen.
Beim Geschenke auspacken müssen wir uns laut Experten keine Sorgen über das Virus machen.Getty Images/iStockphoto
Virus-Übertragungen durch Oberflächen sind oft Thema. Ob wir davor auch unter dem Christbaum Angst haben müssen, verrät Virologe Andreas Bergthaler.

Weihnachten steht vor der Tür. Geschenke werden liebevoll verpackt, Weihnachtskärtchen geschrieben und dann ab unter den Tannenbaum oder zur Post damit. Doch lauert genau hier - oder besser gesagt darauf - vielleicht das Coronavirus? Schließlich wurde in den vergangenen neun Monaten immer wieder betont: Wer Viren ausatmet, kontaminiert Oberflächen. 

Können Päckchen und Weihnachtskarten also zur Virenschleuder werden? Überleben die Coronaviren auf diesen Oberflächen lange genug, um anschließend eine Infektion beim Empfänger auszulösen? "Nein", sagt Virologe Andreas Bergthaler vom Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften auf Nachfrage von "Heute.at".

Instabiles RNA Virus

Die Wahrscheinlichkeit dafür sei laut dem Experten äußerst gering. Zwar hätten diverse Experimente gezeigt, dass Oberflächen auch einmal länger infektiös bleiben können, jedoch wäre dies unter Laborbedingungen gewesen. "Beim SARS-CoV-2 handelt es sich um ein sogenanntes RNA Virus, dessen Umweltstabilität sehr gering ist", erklärte Bergthaler am Telefon. Vor allem würden hohe Temperaturen oder Sonnenlicht zum Absterben der Krankheitserreger führen.

Seine Empfehlung: Regelmäßiges Händewaschen ist ausreichend. Bei begründeten Bedenken kann man Oberflächen auch mit herkömmlichen Desinfektionsmittel behandeln.

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