Kogler: "Ab 1. Juli alle Sportarten im Freien erlaubt"

Werner Kogler
Werner KoglerPULS24/Screenshot
Am Montag war Vizekanzler Kogler (Grüne) bei Corinna Milborn bei den Puls24-Sommergesprächen zu Gast. Dabei gab es gute Nachrichten für den Sport.

Die Grünen hatten es nicht leicht mit ihrem ersten Mal in der Regierung. Kurz nach der Angelobung galt es schon innerhalb kürzester Zeit die möglicherweise schwerwiegendsten Entscheidungen zu treffen. "Grundrecht gegen Gesundheitsschutz", so erklärte Grünen-Chef Werner Kogler das Dilemma bei den Verhandlungen. Er gibt zu, dass man es auch wie Schweden hätte machen können. Aber: "Mir ist lieber, es stirbt jemand zu wenig, als zu viel".

Corona war aber in den letzten Monaten nicht das einzige Thema. Gerade deshalb gibt es auch einiges an Kritik für die Grünen. So meint beispielsweise FPÖ-Chef Norbert Hofer, dass die Partei von Kogler sich der ÖVP unterworfen habe. Auch Innsbrucker Gemeinderat, Dejan Lukovic, erkennt keine grüne Handschrift in der Regierung.

Kogler lässt das aber so nicht ganz gelten. Immerhin habe man ein großes Klimaschutz-Paket durchgeboxt, während in der vergangenen Legislaturperiode ein "Klimaleugner in der Regierung saß". In Richtung FPÖ meint er: "Die blaue Handschrift war auch nicht groß zu sehen. Außer ein paar Pferde und ein kurzes Video". 

Auch das Paket für die AUA sei keine Unterwerfung. Immerhin habe man im Vergleich zu anderen Ländern nur einen Bruchteil den Austrian Airlines übergeben. Kogler sei es zudem lieber, dass die Menschen mit der AUA fliegen als mit Billig-Fluglinien. Er betont zudem, dass man viel mehr für Züge und öffentliche Verkehrsmittel ausgegeben habe.

Lockerung im Sport ab 1. Juli

Darüber hinaus konnte man ein großes Sozialpaket erwirken: "Zum ersten Mal seit langem ist jedes Kind gleich viel Wert". In Zukunft gibt es pro Kind 360 Euro, auch für Mindestsicherungsbezieher. Auch kündigte Kogler ein Anti-Korruptionspaket an, welches es ohne die Grünen nicht geben würde. "Insgesamt geht viel weiter", erklärt er.

Zum Abschluss geht Kogler nochmal auf die Lockerungen der Corona-Maßnahmen ein und versichert: Ab 1. Juli werden alle Sportarten im Freien zugelassen. Jedoch nur unter einer Bedingung. Es muss eine Anwesenheitsliste geführt werden. Damit kann man sofort nachforschen, wer im Fall der Fälle noch infiziert sein könnte. Kogler geht auch einen Schritt weiter und macht auch Hoffnungen für Indoor-Sportveranstaltungen. Mit dieser Methode könnte man nämlich auch dort schon bald Lockerungen erwarten.

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