Das Schicksal von Roman G. ist der Stoff, aus dem Hollywoodfilme gemacht sind. Der Steirer (63) reiste im November 2021 nach Ecuador, um dort einen vermeintlichen Gewinn in Millionenhöhe abzuwickeln. Internetbetrüger hatten ihn glaubhaft davon überzeugt, dass er zu den Begünstigten eines Investment-Fonds zählt. Ihm wurde eine Ausschüttung von 10,5 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.
Sie bezahlten dem Pensionisten sogar das Flugticket, überwiesen ihm Geld für die Reise und gewannen so sein Vertrauen. Doch statt den Traum vom großen Geld erlebt der gutgläubige Mann aus Lebring (Stmk.) nun einen schrecklichen Albtraum. Nach einem Treffen mit einem Mann, der sich als "Payment Officer" des britischen Finanzministeriums ausgab, bat man ihn um einen fatalen Gefallen. Auf seiner Rückreise sollte Roman G. ein Beatmungsgerät "für einen kranken Kollegen" mit nach Europa nehmen. Bei einer Zwischenlandung in Kolumbien fanden Polizisten jedoch Kokain im Wert von 1,6 Millionen Euro in dem eingeschweißten Mitbringsel. Seither sitzt der 63-Jährige dort in Haft.
Noch immer steht Roman G. unter Schock. In einem Video-Interview mit dem ORF "Am Schauplatz Gericht" berichtet er in Handschellen über die schwierigen Verhältnisse im Gefängnis: "Wir haben jede Menge in den Zimmern, weil da gibt es keine Fenster. In den ersten Tagen habe ich mit sicher 40 Mann am Boden geschlafen."
Seine Ex-Freundin Andrea L. glaubt ebenso an seine Unschuld, wie seine ganze Gemeinde. Die Steirerin sammelt nun Geld für die hohen Anwaltskosten und hilft Roman G., nach Österreich überstellt zu werden. Sie hat ein Spendenkonto für Roman G. eingerichtet: IBAN AT47 3849 9000 0405 4516.