Koks-Dealer am Airport erwischt: Zehn Jahre Haft

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Als Bodypacker war ein Balte (40) am Airport Wien-Schwechat Anfang April verhaftet worden, tischte den Ermittlern eine unfassbare Story auf, musste jetzt auf die Anklagebank.
„Schneegestöber" am Flughafen Wien-Schwechat im April – ein lettischer Bodypacker hatte versucht, fast einen Kilogramm reines Kokain von Brasilien via Lissabon (Portugal) nach Österreich zu schmuggeln.

Der in seiner Heimat mehrfach, auch wegen Drogenhandels, vorbestrafte Osteuropäer tischte den Ermittlern und dem hohen Gericht abenteuerliche Lügenmärchen auf: Die Urlaubsreise nach Brasilien hätte ein spendabler, flüchtiger Bekannter einfach so finanziert. In Südamerika sei der 40-Jährige dann per unglücklichem Zufall in die Fänge schwerkrimineller Schwarzafrikaner geraten, die ihn gnadenlos vor die Wahl gestellt hätten: Drogen schlucken und die heiße Ware nach Schwechat (Bruck) bringen oder Tod.

Lette zeigte keine Regung

Der Schöffensenat in Korneuburg glaubte dem Letten keine Silbe, die Richterin verdonnerte Anatolijs F. (Anwalt Andreas Reiff als Verfahrenshilfe) zu zehn Jahren gesiebter Luft (nicht rechtskräftig).

Der Lette zuckte bei der Urteilsverkündung nicht mal mit der Wimper. Der Strafrahmen bzw. die Höchststrafe war übrigens 20 Jahre Haft (Anm.: kriminelle Vereinigung).

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