Wirtschaft

Kollegen unter sich: Die richtige Taktik am Arbeitsp...

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:41

Die meiste Zeit in der Woche verbringt man auf der Arbeit. Dies ist mitunter auch ein Grund, warum ein gutes Arbeitsklima innerhalb des Teams wichtig ist. Doch was tun, wenn der eine Kollege eher Ausreden findet als Wege oder der andere Kollege partout keine Kritik verträgt?



Es gibt Sie überall: die Pessimisten, die in jeder Aufgabe zuerst einen unbezwingbaren (Arbeits-)Berg sehen. Oder die Plaudertaschen, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, über andere zu reden. Und dann gibt es natürlich auch die Besserwisser, die es eigentlich nur gut meinen, aber so gar nicht im Team beliebt sind. Damit Sie aber trotzdem stressfrei und unkompliziert durch den Arbeitsalltag kommen, gibt Heute.at Ihnen Tipps im Umgang mit schwierigen Kollegen.

Teamarbeit statt Machtspielchen
Stellt sich Ihr Kollege gerne in den Vordergrund oder will besonders vor dem Chef immer gut dastehen? Bewahren Sie Ruhe und machen Sie demjenigen vor allem keine Vorwürfe. Sonst könnte man annehmen, Sie wären eifersüchtig.

Tipp: Nehmen Sie den Kollegen zur Seite und bereden sachlich unter vier Augen, wie Sie gemeinsam Lösungen für die jeweilige Situation finden können. Auch eine klare Aufteilung der Arbeits- und Zuständigkeitsbereiche sollte Klarheit schaffen. Argumentieren Sie nicht mit Sie wollen wieder auf Kosten des Teams besser dastehen, sondern sprechen aus der Sicht des ganzen Teams, z.B. wir fühlen uns nicht respektiert und haben das Gefühl, dass Sie nicht gern im Team mitarbeiten.

Persönliche Kommunikation statt harte Kritik
Nimmt Ihr Kollege jegliche Kritik zu persönlich oder es kommt eventuell sogar zu einem Gefühlsausbruch? Ziehen Sie sich vorerst zurück, damit sich derjenige beruhigen kann. Trotzdem sollten Sie bei Diskussionen mit Ihrem Gesprächspartner regelmäßig Augenkontakt halten. Ein gesenkter Kopf oder Blicke auf den Boden wirken eher unterwürfig.
Tipp: Erläutern Sie nach der Auseinandersetzung sachlich und in einem ruhigen Ton Ihre Kritikpunkte. Falls gewünscht, kann ein weiterer Kollege als neutraler Vermittler dienen. Sollte ein Kollege Ihnen im Laufe des Gesprächs zusätzlich persönliche Probleme anvertrauen wollen, hören Sie ihm zu und nehmen ihn ernst, sagen aber nach einiger Zeit bestimmend, dass die Arbeit ruft - und lassen seine Probleme auch seine sein.



Nichtbeachtung statt Höflichkeit
Redet Ihr Kollege ohne Punkt und Komma oder kommt mit der Arbeit aus vielerlei (selbst eingebildeten) Gründen nicht voran? Hier heißt die Devise die Plaudertasche auf später zu vertrösten oder den Pessimisten zu ignorieren und mit Optimismus entgegen zu wirken.

Tipp: Wer aus Höflichkeit dem Kollegen zu lange zuhört, bei dem bleibt am Ende mehr Arbeit liegen. Verschieben Sie deshalb die Plauderei in die Mittagspause. Jener Kollege, der frech und zugleich unproduktiv ist, sollten Sie auf den Teamgedanken hinweisen mit Aussagen wie Es ist im Sinne aller, voranzukommen; wir haben wichtigere Themen als Ihre Befindlichkeiten. Besserwisser und Angeber suchen Anerkennung, deshalb reichen hier ab und zu kleine Komplimente und meiden so größere Selbstlob-Aktionen. Pessimisten hingegen nehmen Sie den Wind aus den Segeln, indem Sie diese alleine sudern lassen und gepflegt ignorieren.

Professionalität statt Verärgerung
Hält Ihr Kollege wichtige Informationen zurück, um sich einen Vorteil zu verschaffen oder ist in Gesprächen sogar unverschämt frech? Bleiben Sie souverän und kommen Sie auch in diesem Fall auf das Wir-Gefühl zu sprechen, z.B. mit Ich möchte Sie bitten, in einem Ton zu sprechen, der uns entspricht.
Tipp: Wer an sich alleine denkt, der sollte vor allen erklären können, warum er so vorgeht. Fragen Sie also in diesem Fall den eigennützigen Kollegen bei einer Sitzung vor allen Anwesenden konkret nach Informationen - das schlechte Gewissen und der Druck nach Teamgeist werden ihn sicherlich zum Reden bringen.

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