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Kölner Silvesternacht: Wachleute waren offenbar Flüc...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:02

Die Kölner Silvesternacht zum Jahreswechsel 2015/16 wurde mit zahlreichen sexuellen Übergriffen und anderen Straftaten für viele Frauen zum reinen Alptraum. Einem aktuellen Medienbericht zufolge sollen damals Dutzende Flüchtlinge ohne relevante Ausbildung als Wachleute eingesetzt worden sein.

Die "Bild"-Zeitung behauptet, dass im Abschlussbericht zu den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht ein möglicherweise entscheidender Auslöser für das Chaos nicht erwähnt wurde. Für die Bewachung auf den Rheinbrücken habe ein Sicherheitsdienst nach Wachleuten gesucht. Als Kriterien seien lediglich "Beherrschung der deutschen Sprache, zumindest mittelmäßig" und "warme Kleidung" angeführt worden.

"Wir wussten nicht genau, wer diese Leute sind"

59 Flüchtlinge ohne spezielle Ausbildung oder Kenntnisse haben demnach den Zuschlag bekommen, der Auftrag sei offiziell an ein Subunternehmen weitergeleitet worden. "Unsere Mitarbeiter haben die Flüchtlinge einfach in drei Erstaufnahmeeinrichtungen in Ratingen eingesammelt und sie in Kleinbussen zu den Brücken gebracht. Wir wussten überhaupt nicht genau, wer diese Leute sind. Die bekamen eine Security-Weste und teilweise Funkgeräte", wird ein ehemaliger leitender Angestellter dieser Firma zitiert.
Laut "Bild" stammten die meisten Wachleute aus Nordafrika, Syrien und Afghanistan. Während die Stadt Köln 15,40 Euro pro Stunde zahlen musste, erhielten die Wachleute nur fünf Euro.

Chaotische Zustände auf den Brücken

Nicht alle Wachleute hielten sich an die Regeln. Auf der Kölner Zoobrücke verschwanden bereits kurz nach Dienstbeginn fünf Flüchtlinge samt Leuchtwesten. Auf der Deutzer Brücke soll ein Flüchtling in betrunkenem Zustand gearbeitet haben, auf der Hohenzollernbrücke soll ein Wachmann sein Funkgerät nicht zurückgegeben haben.

In der Folge brach auf der Hohenzollernbrücke Panik ausgebrochen sein. Die dortigen Gleise für den Zugverkehr mussten gesperrt werden, weil die Gefahr, dass Fußgänger erfasst werden, zu groß war. 56 Züge fielen aus, wodurch es wiederum um den Hauptbahnhof zu einem Gedränge kam. Dort kam es dann großteils zu den schlimmsten sexuellen Übergriffen.
Polizeichef beruhigt Bevölkerung

Diesmal soll die Lage dank eines besonders großen Polizeiaufgebots nicht aus dem Ruder laufen. "Ich verspreche Ihnen, dass Sie sich dort am Dom außerordentlich sicher fühlen können", sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies.

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