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Kolumbiens Präsident erhält Friedensnobelpreis

Für die Verhandlungen mit den Farc-Rebellen wurde Kolumbiens Präsident Santos in Oslo der Friedensnobelpreis überreicht.
Heute Redaktion
14.09.2021, 01:13

 Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos beschrieb die Auszeichnung als "Geschenk des Himmels" und widmete sie allen Kolumbianern, insbesondere den Opfern des jahrzehntelangen Bürgerkriegs in Kolumbien.

In seiner Dankesrede sagte Santos, das Volk von Kolumbien mache "mit Unterstützung unserer Freunde aus aller Welt das Unmögliche möglich". Das Friedensabkommen für Kolumbien könne ein Beispiel für vom Krieg geplagte Länder sein, etwa für Syrien.

Bemühungen, den Krieg zu beenden

Der 65-jährige Santos bekommt den Friedensnobelpreis für sein "entschlossenes Bemühen, den mehr als 50 Jahre dauernden Bürgerkrieg in seinem Land zu beenden", hatte das Nobelpreiskomitee in Oslo im Oktober bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers erklärt.

Der Friedensnobelpreis ist die einzige der renommierten Nobel-Auszeichnungen, die in Oslo überreicht wird. Die Verleihung findet am 10. Dezember statt – dem Todestag des schwedischen Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel. Wie auch die anderen Nobelpreise ist auch er mit einem Preisgeld von acht Millionen Schwedischen Kronen (rund 825.000 Euro) dotiert.

Mit dem im November geschlossenen Friedensabkommen soll der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt zwischen der Armee und der FARC, anderen linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs beigelegt werden. Dabei waren mehr als 260.000 Menschen getötet worden. Die FARC-Guerilla hatte 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen.