Welt

Kolumbiens Santos spendet Prämie seines Friedensnobe...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:23

Nach einem Gespräch mit seiner Familie beschloss Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos, sein Preisgeld für den Erhalt des Friedensnobelpreises in Höhe von umgerechnet rund 830.000 Euro den Opfern des Konflikts im Land zur Verfügung zu stellen.

Nach einem Gespräch mit seiner Familie beschloss Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos, sein Preisgeld in Höhe von umgerechnet rund 830.000 Euro den Opfern des Konflikts im Land zur Verfügung zu stellen.

 

Das sagte Santos am Sonntag nach einem Gottesdienst für Bürgerkriegsopfer in Bojaya im Nordwesten des Landes. Santos war am Freitag für seinen Einsatz für einen Friedensschluss mit der Guerillaorganisation FARC nach mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Der kolumbianische Präsident hatte in jahrelangen Verhandlungen einen Friedensvertrag mit den FARC-Rebellen ausgehandelt, allerdings war dieser am vergangenen Sonntag in einer Volksabstimmung mit einer knappen Mehrheit von der Bevölkerung abgelehnt worden.

Die FARC hatte 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer und die Regierung zu den Waffen gegriffen. Im Konflikt waren neben der Armee auch andere linke Guerillagruppen, rechte Paramilitärs und die Drogenmafia verwickelt. Insgesamt wurden in dem mehr als ein halbes Jahrhundert währenden Konflikt mehr als 260'000 Menschen getötet.

 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen