Koma-Patientin bekam Baby – Pfleger verhaftet

Ein US-Amerikaner soll seine geistig schwerstbehinderte Patientin sexuell missbraucht und geschwängert haben. Erst als die Frau überraschend ein Kind gebar, flog die Tat auf.
Seit 2002 befindet sich eine heute 29-jährige US-Amerikanerin in der Hacienda HealthCare-Einrichtung in Phoenix (Arizona). Sie hat nun schon mehr Zeit in deren Betten verbracht als auf ihren eigenen zwei Beinen – und hat keine Vorstellung, was ihr dort die letzten Jahre angetan wurde.

Am 29. Dezember brachte die nach mehreren Schlaganfällen geistig schwerst behinderte Frau scheinbar aus dem Nichts ein gesundes Kind zur Welt. Ärzte und Familie waren völlig perplex, doch die Ursache für die überraschende und unentdeckt gebliebene Schwangerschaft ist leider kein medizinisches Wunder, sondern ein grausiges Verbrechen.

"Schulden diese Verhaftung dem Opfer"

Am Mittwoch verkündete die Polizei von Phoenix bei einer Pressekonferenz mit betroffener Mine, dass ein Pfleger der Betreuungseinrichtung verhaftet wurde. Nathan S. (36), der seit acht Jahren für Hacienda HealthCare arbeitet, soll die wehrlose Patientin vergewaltigt und dadurch geschwängert haben. Ein DNA-Abgleich zwischen dem Kind und dem mutmaßlichen Täter bestätigte den Verdacht. Bei den bisherigen Einvernahmen schwieg sich Nathan S. allerdings zu den Vorwürfen aus. Noch ist unklar, ob es zu wiederholten Übergriffen gekommen war und ob es noch weitere Opfer gibt.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Wir schulden diese Verhaftung dem Opfer. Wir schulden diese Verhaftung dem jüngsten Mitglied unserer Gemeinde – diesem unschuldigen Baby", erklärte Polizeichefin Jeri Williams. Zwei Tage zuvor hatte einer der betreuenden Ärzte seine Kündigung eingereicht, ein zweiter war suspendiert worden.

"Unsere geliebte Tochter"

Laut Polizei und US-Medien, befindet sich die 29-Jährige, die dem Stamm der San-Carlos-Apachen angehört, seit Jahren im Wachkoma. Ihre Familie widerspricht dieser Darstellung: Die geistig Schwerstbehinderte reagiere auf Geräusche mit Gesichtsmimik. Sprechen könne sie allerdings nicht.

"Sie hat Gefühle, mag es vorgelesen zu bekommen, genießt ruhige Musik und reagiert auf Menschen die sie kennt, vor allem ihre Familie", so die Eltern laut "CNN": "Das wichtigste ist aber, dass sie unsere geliebte Tochter ist, trotz aller Beeinträchtigungen."

(rcp)

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